Auf Sylt soll weiter geboren werden

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In den vergangenen 2 Tagen gab es wieder neue Entwicklungen zum Thema "Geburten auf Sylt". Zuerst kam am Montagabend im dritten Fernsehprogramm des NDR, innerhalb des "Schleswig-Holstein-Magazin", eine Reportage, in der das aus für die Geburtsstation in der Nordseeklinik in Westerland verkündet wurde. http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s-h_magazin/media/shmag25005.html .

Daraufhin war die Enttäuschung auf der Insel Sylt natürlich sehr groß und auf den sozialen Plattformen prasselte es Bekundungen, die dies als Armutszeugnis darstellten genauso wie konstruktive Vorschläge, wie sich die "User" eine Lösung vorstellen könnten. In die sehr angeregte Diskussion auf den verschiedensten Ebenen kam dann eine Pressemitteilung der Nordseeklinik Sylt, die wieder Hoffnung aufkeimen lässt:

Nordseeklinik: Geburtshilfe wird Geburtshaus

Es soll weiter geborene Sylter geben
Nach Gespräch mit Kieler Sozialministerium

Nordseeklinik SyltHamburg, 12. September 2013. Die Nordseeklinik hat heute im Gespräch mit dem Sozialministerium erörtert, wie es um die geburtshilfliche Versorgung auf Sylt bestellt ist. Kernpunkte waren die qualitativen Anforderungen und Risiken einer Abteilung mit nur 80 Geburten, das Wegfallen der externen Belegärzte sowie die deutschlandweit grundsätzliche Problematik, eine Haftpflicht-Versicherung für externe Belegärzte in der Geburtshilfe zu finden. Nachdem einer der beiden bisherigen Belegärzte in Rente geht, ist es der Nordseeklinik trotz intensiver Aktivitäten bislang nicht gelungen, andere Frauenärzte für eine Niederlassung auf Sylt zu gewinnen.

Daher haben Nordseeklinik und Ministerium jetzt ein alternatives Konzept für ein Geburtshaus erarbeitet, das weiterhin die Möglichkeit bietet, Kinder auf Sylt zur Welt zu bringen. Dabei stellt die Klinik eine Notfallversorgung für Schwangere sicher und verknüpft sich stärker mit dem Festland. Örtlichen Hebammen stellt die Klinik den Kreißsaal kostenlos zur Verfügung, die Klinik-Chirurgen werden für Not-Kaiserschnitte in den Hamburger Asklepios Kliniken geschult. Mit den auf dem Festland befindlichen Geburtskliniken wird ein Bording-House-Angebot abgestimmt. Als zusätzliche Komponenten schafft die Nordseeklinik besondere telemedizinische Verbindungen. Zudem wird ein Notfalltelefon eingerichtet, das den Hebammen und Ärzten rund um die Uhr fachliche Hilfe sicherstellt.

Die Nordseeklinik wird dem Ministerium das endgültige Konzept bis Ende November vorlegen und das Ministerium die Klinik aus dem Versorgungsauftrag zum Jahresende entlassen.

Ende der Pressemitteilung

Das hört sich ja danach an, dass es wohl doch noch eine positive Lösung des Problems geben könnte. Da es aber in den vergangenen Wochen ein ständiges hin und her in dieser Frage gab, warten wir lieber ab, bis es definitives grünes Licht von allen Parteien in dieser FRage gibt, bevor wir uns zu früh freuen.

 

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