Hand in Hand gegen den Ernstfall – Was der Verbund für Sylt bedeutet
Hand in Hand gegen den Ernstfall – Was der Verbund für Sylt bedeutet

Westerland. Die Tinte unter den Verträgen ist trocken, nun beginnt die eigentliche Arbeit für die Sylter Kulturschützer. Der Beitritt zum Notfallverbund der Kreise Nordfriesland und Dithmarschen ist mehr als ein symbolischer Akt – er bringt konkrete Hausaufgaben mit sich.

Für die beteiligten Sylter Institutionen steht jetzt die Logistik im Vordergrund. Es gilt, Prioritätenlisten zu erstellen: Welche Stücke der Sölring Museen sind unwiederbringlich? Welche Dokumente im Archiv müssen im Katastrophenfall zuerst evakuiert werden? Der Verbund garantiert, dass im "Case of Emergency" Hilfe vom Festland und den Nachbarkreisen bereitsteht – sei es durch fachkundiges Personal oder durch sichere Zwischenlager fernab der Gefahrenzone.

Die Landräte haben zudem eine offene Einladung ausgesprochen: Weitere kulturelle Einrichtungen der Insel sind willkommen, sich dem Netzwerk anzuschließen. Je engmaschiger das Netz, desto sicherer sind die Schätze. Geplant sind für die nahe Zukunft gemeinsame Notfallübungen. Man darf gespannt sein, wenn demnächst Archivare und Museumsdirektoren den Ernstfall proben – nicht mit Löschschlauch, sondern mit säurefreien Kartons und Evakuierungslisten. Ein wichtiger Schritt, damit die Geschichte Sylts auch für kommende Generationen lesbar bleibt.