Keitum. Es gibt Orte, die einen sofort umarmen. Keitum ist so ein Ort. Mit den Fahrrädern von Myabo haben wir uns in den Kreisel gewagt und sind zunächst im Roots Keitum angekommen, wo uns Dietmar Priewe persönlich einen seiner fantastischen Fitness-Drinks überreichte. Ein perfekter Auftakt! Frisch gestärkt ging es dann richtig los, um dieses Juwel der Insel zu erkunden. Was wir an diesem wunderschönen Tag alles erlebt haben, seht ihr hier:
[ HIER FOLGT UNSER VIDEO VOM TAG ]
Kaum waren wir wieder vom Rad gestiegen, um Keitum zu Fuß zu entdecken, hatte uns das Dorf endgültig in seinem Bann. Die Hektik des Alltags? Wie weggeblasen. Ersetzt durch eine wohltuende Stille, die nur vom Summen der Bienen in den prachtvollen Vorgärten und dem leisen Knirschen der Schritte auf altem Kopfsteinpflaster unterbrochen wird.
Unser Timing hätte besser nicht sein können. Wir landeten mitten in der „WirKeitum“-Woche, die heute ihren Abschluss findet. Eine Genuss-Woche, die dem Dorf wie auf den Leib geschneidert schien. Überall in den kleinen Galerien, edlen Manufakturen und gemütlichen Cafés spürte man eine besondere, stilvolle Geschäftigkeit. Es war, als hätte sich das ohnehin schon bildhübsche Dorf noch einmal extra herausgeputzt, um seine Besucher zu verzaubern.
Ein Dorf wie aus dem Bilderbuch
Unser Kameramann wusste gar nicht, wohin er zuerst schwenken sollte. Auf die majestätischen Reetdächer der alten Kapitänshäuser, die wie weise, alte Damen in den Himmel blicken? Auf die überbordenden Kletterrosen, die sich an den alten Friesenwällen emporranken? Oder auf den unendlichen, silbrigen Glanz des Wattenmeeres, das sich am Horizont erstreckt?
In Keitum wird die Zeit zu einer relativen Größe. Man schlendert statt zu hetzen, man entdeckt statt zu suchen. Hinter jeder Biegung wartet ein neues Postkartmotiv. Man trinkt Tee im Schatten alter Bäume, stöbert in liebevoll geführten Läden nach einzigartigen Schätzen und lässt den Blick einfach schweifen. Keitum ist ein Ort der leisen Töne, ein Dorf, das seine Geschichten flüstert und nicht herausschreit. Es ist die pure Entschleunigung, das Sylt für die Seele.
Nach einem Tag in diesem Idyll stellt sich uns unweigerlich die Frage: Kann das noch getoppt werden? Haben wir mit unserem ersten Stopp vielleicht schon das Ziel unserer Reise erreicht? Keitum hat die Messlatte für alle anderen Orte auf der Insel verdammt hoch gelegt.
Wir sind unsicher, ob wir überhaupt weiterfahren sollen. Aber wir wären nicht syt1, wenn uns die Neugier nicht doch w
eiter antreiben würde. Die Reise hat gerade erst begonnen.

