Resolution der Gemeinde Sylt zum Erhalt der Geburtshilfe

Geburtshilfe SyltAm 31. Dezember 2013 endet die Möglichkeit, Geburten auf Sylt durchzuführen. Die Asklepios Nordseeklinik beabsichtigt den Versorgungsauftrag „Durchführung der Geburtshilfe auf Sylt" an das Land Schleswig-Holstein zurückzugeben.

Wir fordern besonders die Asklepiosklinik, aber auch das Sozialministerium auf, dass die auf Sylt lebenden Menschen medizinisch in jeder Hinsicht ausreichend versorgt sind und Geburten weiterhin auf der Insel Sylt stattfinden können. Mangelnde Möglichkeiten der Geburtshilfe auf Sylt führen zu einem weiteren Wegzug der einheimischen Bevölkerung und verhindern den erwünschten Zuzug von jungen Familien auf die Insel Sylt. Maßgebend ist die durch den Wegfall der Geburtshilfe entstehende Gefahr für Leib und Leben sowohl der Schwangeren als auch des zu gebärenden Kindes. Entscheidend ist, dass sowohl Hebammen als auch Gynäkologen sowie die notwendige klinische Infrastruktur zur Verfügung stehen. Die derzeit tätigen Hebammen und Gynäkologen sind bereit, wie in der Vergangenheit, Geburtshilfe auch in Zukunft für die auf Sylt lebende Bevölkerung auf der Insel Sylt zu verrichten.

Geburtshilfe ist überlebenswichtig für Sylt 

Der Erhalt der Geburtshilfe auf Sylt ist daneben sowohl in touristischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht für die Insel Sylt als zentralem Fremdenverkehrsstandort in Schleswig-Holstein,Deutschland und Europa erforderlich. Es ist notwendig,dass eine Geburtshilfe ganzjährig und jederzeit möglich ist. Sowohl natürliche Geburten als auch Kaiserschnitte sowie medizinisch komplizierte Geburtsvorgänge müssen auf der Insel Sylt durchführbar sein.

Trotz nachhaltiger Verhandlungen mit der Asklepios-Nordseeklinik hält diese an ihrer Entscheidung der Rückgabe des Versorgungsauftrages zum 31. Dezember 2013 und daraus folgend die Einstellung der Geburtshilfe auf der Insel Sylt ab 1.Januar 2014 fest. Dies ist ein unhaltbarer und untragbarer Zustand, den die Gemeinden der Insel Sylt nicht hinzunehmen bereit sind.

Wir fordern eindringlich den Asklepioskonzern, das Land Schleswig-Holstein und den Kreis Nordfriesland auf, für die werdenden Mütter auf der Insel Sylt eine nachhaltige Lösung dieses gravierenden Problems spätestens bis zum 31. Dezember 2013 herbeizuführen, damit ab dem 1.Januar 2014 weiterhin eine adäquate medizinische Versorgung und Geburtshilfe zur Verfügung steht unter Einbindung der auf der Insel tätigen Hebammen, Gynäkologen und Kinderärzten. Ziel ist eine dauerhafte und verlässliche Geburtshilfeeinrichtung mit Kinderheilkunde einschließlich angegliederter pädiatrischer Versorgung unter Einhaltung der notwendigen medizinischen Standards.

Aus gegebener Veranlassung sind wir in größter Sorge, dass die vorhandenen Versorgungsaufträge „Schritt-für-Schritt" zum Nachteil der Sylter Bevölkerung durch den Asklepioskonzern abgebaut werden. Dies wollen wir verhindern!

Die Gemeinde Sylt hat anlässlich der Gemeindevertretersitzung vom 21. November 2013 wie folgt beschlossen:
„Das Land Schleswig-Holstein , der Kreis Nordfriesland, die Gemeinden der Insel Sylt,
der Asklepios-Konzern werden aufgefordert, unverzüglich dafür zu sorgen, dass weiterhin Geburten auf der Insel Sylt unter Einhaltung der notwendigen medizinischen Standards stattfinden können unter zur Verfügung Stellung der erforderlichen Sach- und Geldmittel."

Unterzeichnet ist die Resolution der Gemeinde Sylt von Peter Schnittgard (Bürgervorsteher), Petra Reiber (Bürgermeisterin), Carsten Kerkamm (Hauptausschussvorsitzender) und Rolf Speth (Amtsvorsteher), sowie Eberhard Eberle (Sozial- & Gesundheitsausschussvorsitzender)

 

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