Römö die dänische Nachbarinsel von Sylt

RömöHeute starten wir eine neue Reihe, in denen wir Ihnen Ausflugsmöglichkeiten von Sylt aus vorstellen möchten. Den Anfang macht die dänische Insel Römö, die einigen zumindest vom durchfahren bekannt sein dürfte, wenn Sie die Syltfähre benutzen. Aber hier gibt es durchaus mehr zu entdecken.


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Weite, offene Flächen, ein Horizont, der wie mit dem Lineal gezogen scheint, das Flimmern der Sonne auf dem Wasser, eine frische Brise, die von der Nordsee über das Land weht – das ist Römö. Die kleine Insel, die zu Dänemark gehört, ist nur fünf Kilometer breit und zwölf Kilometer lang, und sie verfügt mit einer Breite von vier Kilometern über den weitläufigsten Strand Nordeuropas, der sogar mit dem Auto befahren werden darf. Ganze 600 Einwohner leben auf Römö, die rot gestrichenen Häuser verteilen sich quer über die Insel und setzen mit ihren bunten Fassaden und reetgedeckten Dächern farbenfrohe Akzente in der Landschaft, die platt wie eine Flunder ist.

Augen und Seele entspannen sich bei dem Anblick, der anmutet als sei er aus einem Bilderbuch entnommen worden. Dünen, endloser Strand, Heidelandschaft, knorrige Kiefern, viele Schafe, grasende Islandpferde und eine Handvoll Dörfer erwarten den Besucher. Freizeitparks, betriebsame Einkaufspassagen oder aufdringliche Animation sind hier Fehlanzeige. Dafür gibt es das Naturcenter Tonnisgaard, bei dem die unterschiedlichsten Exkursionen in den Nationalpark Wattenmeer, der 2010 gegründet wurde, im Angebot sind. Zur Auswahl stehen Austern- oder Wattwanderungen, Vogeltouren und Kutschfahrten. Mit etwas Glück können auf Römö sogar Bernsteine gefunden werden, die gut versteckt zwischen Muscheln und Seetang darauf warten, entdeckt zu werden. Im Naturcenter können die unscheinbaren milchigen Steine dann geschliffen werden, so lange bis alle Ecken und Kanten abgerundet sind. Der abschließende Feinschliff und die Politur mit Zahnpasta lassen die Steine in ihrem warmen Glanz erstrahlen und funkeln.

Ab und zu sind von der Küste aus auch Seehunde und Wale zu sehen, die hin und wieder dort auftauchen, obwohl vor noch nicht allzu langer Zeit, Mitte des 19. Jahrhunderts, die Insel das Zentrum des Walfangs in Dänemark war. Die sanften Riesen scheinen diese für sie gefahrvollen Zeiten jedoch vergeben und vergessen zu haben und zeigen sich wieder häufiger. Überreste ihrer imposanten Vorfahren, die am breitesten Strand der Nordsee gestrandet sind, können im Naturcenter bewundert werden. Das Wattenmeer ist ein Vogelparadies, in dem über 280 verschiedene Vogelarten leben. Im Herbst jeden Jahres machen Tausende der zauberhaften Alpenstrandläufer auf ihrem 4.500 Kilometer weiten Flug von Sibirien nach Westafrika hier Station und stärken sich an den unzähligen Wattwürmen, die bis zu 25 Zentimeter lang werden können, für ihren Weiterflug. Doch nicht nur die kleinen Alpenstrandläufer werden im Watt bei Nahrungssuche fündig: Miesmuscheln, Garnelen und Austern erfreuen auch den Gaumen des menschlichen Gourmets.


 

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