Strandbilder vom Sylt-Urlaub in die Heimat schicken – das würden viele gern machen, stoßen auf der Nordseeinsel aber an Grenzen. WLAN-Hotspots gibt es kaum und auch die Netzabdeckung ist nicht ideal. Die Telekommunikationsanbieter arbeiten aber bereits daran, Abhilfe zu schaffen: LTE soll auch auf Sylt Standard werden.

Das Smartphone gehört zum Urlaub für die meisten dazu – da braucht es auch Internet
Das Strand-Selfie gehört für viele dazu. Auf Sylt ist die Internetabdeckung nicht überall ideal. Quelle: Syda Productions – 335711495 / Shutterstock.com

Urlaub in Sylt, das gehört für viele Deutsche zum jährlichen Erholungsprogramm dazu. Eine Auszeit vom ständigen Stress, Mails, Telefonate, Facebook und WhatsApp. Doch gerade die Erreichbarkeit über das Internet ist für viele auch im Urlaub wichtig. Mal in Ruhe eine Mail schreiben, über die neuesten Geschehnisse in der Heimat auf dem Laufenden bleiben und ein schickes Strandbild an die Daheimgebliebenen schicken – da spart man sich auch gleich die Postkarte.

Umfrage: Vier von fünf Deutschen wollen im Urlaub Mails checken

Einer Studie von Media Control zufolge nutzen vier von fünf deutschen Urlaubern zwischen 14 und 60 Jahren auf Reisen das Internet, um Mails zu lesen und zu beantworten. Mit 46 Prozent ist jeder Zweite zudem in sozialen Netzwerken unterwegs. WLAN-Ausrüstung ist für Feriendomizile deswegen fast schon Standard und gehört zu wichtigen Kriterien bei der Auswahl des Urlaubsorts.

Die häufigsten Anwendungsfälle des Internets im Urlaub der Deutschen
Statistik: 80% aller Befragten nutzen das Internet im Urlaub zum Schreiben und Lesen der E-Mails. Quelle: L'TUR, Statista

In vielen deutschen Städten gehören öffentliche WLAN-Zugangspunkte längst zum Etablissement. Sylt dagegen lässt sich mit der Nachrüstung viel Zeit. In der Inselhauptstadt Westerland etwa gibt es nicht einmal am Bahnhof einen offenen Hotspot – wie etwa in 127 anderen deutschen Bahnhöfen. Lichtblick ist hier das Bistro Entrée, bei dem man als Gast des Cafés seit Mitte Mai mit einem Passwort ins Internet kann.

Kaum kostenlose WLAN-Spots – Mobilfunkanbieter rüsten auf LTE um

Am Westerländer Hauptstrand dagegen gibt es schon länger einen Hotspot, der kostenlos genutzt werden kann. Der Insel Sylt Tourismus Service (ISTS) bietet diesen an und wertet so das Erlebnis am Strand auf. Doch an den meisten Stränden der Insel müssen die Erholungssuchenden die Urlaubsbilder über mobiles Internet verschicken. Hier besitzt Sylt den großen Vorteil, dass die Nutzung der mobilen Daten für die meisten deutschen Urlauber kein Problem ist – schließlich bewegen sie sich in Deutschland und damit in ihrem Heimatnetz. Bei Urlaub im Ausland ist das schon schwieriger, umso mehr sind die Touristen dort auf WLAN-Spots angewiesen.

Auf Sylt dagegen kommt man dagegen notfalls auch mit dem Handynetz aus, wenngleich der Empfang nicht überall perfekt ist. So muss man etwa im Norden der Insel, in List, aufpassen dass sich das Telefon nicht ins dänische Netz einwählt. In vielen Ecken ist die Abdeckung mangelhaft. Vor allem im Sommer ist das Netz oft überlastet. Vodafone verspricht den Ausbau auf die derzeit schnellste Mobildaten-Technik, LTE. Alle elf Mobilfunk-Stationen des Anbieters sollen aufgerüstet werden. 2014 hatte Vodafone noch erklärt, ein weiterer Ausbau sei nicht nötig.

Alte Technik raus, neue Technik rein: Vodafone und BASE sorgen für schnelleres Internet

Malerischer Sonnenuntergang auf Sylt – dank Netzausbau gibt es bald auch LTE-Empfang
Das perfekte Sonnenuntergangsbild muss natürlich heute noch auf Facebook. Quelle: Jenny Sturm – 280657556 / Shutterstock.com

Die Meinung beim Telekommunikationskonzern hat sich in diesem Punkt aber offenbar geändert. Konzern-Sprecher Dirk Ellenbeck sagte der Sylter Rundschau: „Hier möchten die Menschen eben auch am Strand telefonisch und über eine Datenverbindung erreichbar sein – wir müssen daher den deutlich höheren Anforderungen an die Mobilfunknetze gerecht werden. Das bedeutet für uns: Alte Technik raus, neue Technik rein.“

Bei der Suche nach neuen Standorten für Mobilfunkantennen stößt man auf der Insel allerdings immer wieder auf Hindernisse. Die Pacht sei zwar nicht höher als auf dem Festland, doch müssten „bestimmte Denkmalschutz-Anforderungen erfüllt werden“, so Vodafones Fachreferent Netzplanung, Dr. Thomas Zwemcke. Auch der Anbieter Base/E-Plus will auf der Nordseeinsel aufrüsten: „Wir wollen zukünftig noch weiter ausbauen, unter anderem mit LTE.“  

Der dritte Anbieter auf der Insel, die Telekom, ist dagegen zufrieden mit der derzeitigen Präsenz auf Sylt. Mit 22 Mobilfunkstationen hat das Bonner Unternehmen die meisten auf der Insel. In Konkurrenz stehen die drei Anbieter bei der Standort-Suche jedenfalls nicht. 60 Prozent der Anlagen nutze man gemeinsam, so Zwemcke. Trotz Konkurrenz im Vertrieb sei man in der Technik eng verknüpft und müsse zusammenarbeiten.

Quellen:

Syda Productions – 335711495 / Shutterstock.com

Jenny Sturm – 280657556 / Shutterstock.com

 

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