Die Kriminalpolizei auf Sylt verzeichnet aktuell eine besorgniserregende Häufung von Straftaten rund um Kraftfahrzeuge und warnt die Bevölkerung vor einer aktiven Täterschaft, die gezielt nach unverschlossenen Wagen sucht. Besonders am vergangenen Wochenende konzentrierten sich die Vorfälle auf das Stadtgebiet von Westerland. In der Nacht von Freitag auf Samstag kam es in der Bötticherstraße, der Elisabethstraße, dem Hebbelweg sowie auf dem Parkplatz Schützenstraße/Gaadt zu mehreren Delikten. Während die Täter in drei Fällen lediglich Versuche unternahmen, gelang es ihnen bei drei weiteren Taten, wertvolle Beute wie Bargeld, wichtige Fahrzeugpapiere und Kleidungsstücke aus den Innenräumen zu entwenden. Gemeinsames Merkmal aller betroffenen Fahrzeuge war, dass diese zum Tatzeitpunkt nicht verschlossen waren.
Diese Vorfälle reihen sich in eine Serie ein, die bereits eine Woche zuvor ihren Anfang nahm. In der Nacht vom 22. auf den 23. Februar 2026 registrierte die Polizei bereits ähnliche Einbrüche und Diebstähle aus offenen Fahrzeugen, die sich vor allem auf das südliche Stadtgebiet von Westerland sowie auf den Ortsteil Morsum konzentrierten.
Neben den Diebstählen aus den Innenräumen kam es zudem zu zwei kompletten Fahrzeugentwendungen, die die Ermittler vor besondere Herausforderungen stellen. Eine Mercedes A-Klasse wurde aus dem Jap-Peter-Hansen-Wai gestohlen und später mit erheblichen Beschädigungen im Weg Hiirlön wieder aufgefunden. Ein ebenfalls entwendeter Land Rover aus dem Nösistig konnte kurze Zeit später in der Theodor-Heuss-Straße sichergestellt werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei waren auch diese beiden Fahrzeuge nicht verschlossen, was es den Tätern leicht machte, die Wagen in Betrieb zu nehmen.
Die Kriminalpolizei Sylt hat die Ermittlungen zu diesem Komplex intensiviert und bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe. Personen, die in den genannten Nächten verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich telefonisch unter der Nummer 04651-70470 zu melden.
Angesichts dieser Vorfallsserie erinnert die Polizeidirektion Flensburg eindringlich an einfache, aber effektive Präventionsmaßnahmen. Fahrzeughalter sollten ihre Autos grundsätzlich verschließen, selbst wenn diese auf dem eigenen Privatgrundstück abgestellt sind. Zudem wird dringend davon abgeraten, Wertgegenstände oder offizielle Dokumente im Fahrzeug zurückzulassen, da ein Auto keinen sicheren Aufbewahrungsort darstellt.

