WESTERLAND/SYLT – Die Nacht zum Freitag brachte einen dramatischen Zwischenfall in der Deutschen Bucht. Aus noch unbekannten Gründen sank das ehemalige Lotsenboot „MS SEA DAGGER“ am späten Donnerstagabend in den Wellen der Nordsee, etwa 70 Kilometer von der Sylter Küste entfernt. Die größte Erleichterung zuerst: Die gesamte Besatzung konnte unverletzt gerettet und an Bord eines anderen Schiffes in Sicherheit gebracht werden.

Doch mit der Rettung der Menschen ist die Gefahr nicht gebannt. Im Gegenteil: Die „MS SEA DAGGER“ hatte mehrere Tankcontainer geladen, die jeweils einen Kubikmeter Treibstoff enthalten. Einige dieser potenziell umweltschädlichen Behälter wurden bei dem Untergang ins Meer gerissen.

Ein Wettlauf gegen die Zeit hat begonnen. Unter der Leitung des Havariekommandos ist ein Schwerlastschlepper im Einsatzgebiet nahe des Windparks „Dan Tysk“, um die Container zu lokalisieren und eine Ölverschmutzung zu verhindern. Während die Ermittlungen zur Unglücksursache anlaufen, liegt der Fokus aller Einsatzkräfte auf dem Schutz des empfindlichen Meeresökosystems.