Bernd Buchholz

 

S-H wird Sylt-Pendler mit Bahnabo einmalig 50 Euro zahlen

Als Entschädigung für die anhaltenden Probleme auf der Strecke von und nach Westerland

Buchholz: "Mit Sondermalus werden wir den Druck auf die DB weiter erhöhen

Für die Verspätungen und Ausfälle auf der Marschbahn-Teilstrecke von Itzehoe nach Westerland (Linie RE 6) während des letzten Jahres wird das Land die Sylt-Pendler einmalig entschädigen. Zugleich haben NAH.SH und Verkehrsministerium einen Sondermalus (Zahlungsabzug) gegenüber der Deutschen Bahn verhängt. Danach behält das Land seit diesem Monat im Falle der Unterschreitung bestimmter Pünktlichkeitswerte rund zehn Prozent der Zahlungen an die DB Regio ein, die seit 2017 die Strecke bedient.

 

Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz heute (23. Februar) im Landtag in Kiel sagte, werde für Kunden der zweiten Klasse eine freiwillige und einmalige Entschädigung in Höhe von 50 Euro gezahlt, für Kunden der ersten Klasse einmalig 75 Euro. Grundlage ist eine Monatskarte im Abonnement. "Wir wollen damit diejenigen entschädigen, die unter den Problemen auf der Strecke am meisten gelitten haben und leiden", so Buchholz.

 

Zur Finanzierung der Entschädigung will das Land den verhängten Sondermalus verwenden. Demnach werden von der DB Regio seit dem 1. Februar 250.000 Euro für jeden Monat gefordert, in dem die Pünktlichkeit unter 90 Prozent liegt, und 100.000 Euro für jeden Monat, in dem mehr als ein Prozent der Zug-Kilometer ausfällt.

 

"Mir ist es wichtig, die Einnahmen aus dem Malus direkt an die Pendler auszuschütten. Ich gehe davon aus, dass DB Regio uns hier unterstützt und davon absieht, lange juristische Diskussionen zu führen", so Buchholz. NAH.SH werde mit der DB Regio jetzt die Einzelheiten abstimmen. "Ich gehe davon aus, dass wir bis Ostern ein einvernehmliches Verfahren haben", so der Minister. Er erinnerte daran, dass die Nahverkehrszüge von DB Regio auf der Marschbahn (RE 6) im letzten Jahr nur eine Pünktlichkeitsquote von 79,6 Prozent erreicht hätten.

 

Schleswig-Holstein gibt Millionenbetrag für Sylt Zugstrecke

Land steigt in die Vorfinanzierung des zweigleisigen Marschbahn-Ausbaus ein

Um Engpässe und Probleme auf der so genannten Marschbahn langfristig zu lindern, ist nach Ansicht von Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz ein zweigleisiger Ausbau der Strecken Morsum−Keitum sowie Niebüll−Klanxbüll unumgänglich. Um dafür den Druck auf den Bund und die DB Netz AG zu erhöhen, habe das Land sich entschieden, die 2,5 bis drei Millionen Euro teuren Vorplanungen selbst anzuschieben.


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Die Mittel dafür werden aus dem Sondervermögen MOIN.SH des Landes bereitgestellt. "Zugleich werden wir Planungskapazitäten schaffen, die wir gemeinsam mit DB Netz aussuchen werden", sagte Buchholz heute (27. November) bei einer Sondersitzung des nordfriesischen Kreistags zu den seit einem Jahr andauernden Problemen auf der Marschbahn zwischen Niebüll und Westerland auf Sylt.

 

"Wir wollen mit unserem Engagement klar machen, dass das Land auch selbst bereit ist, Geld in siebenstelliger Höhe auszugeben, um das Problem grundlegend anzupacken", sagte Buchholz vor rund 150 Abgeordneten und Kommunalvertretern der Westküste. Der Minister wies darauf hin, dass sich das Land damit in den Bereich der Bundeszuständigkeiten einmische: "Wir können aber nicht noch länger warten, wir werden hier in Vorleistungen einsteigen." Dabei setze er weniger auf eine Elektrifizierung der Strecke, die im Nationalpark Wattenmeer Probleme aufwerfen könnte, sondern auf alternative Antriebsformen wie Wasserstoff oder andere emissionsarme Antriebsarten. Parallel rief der Minister alle politischen Kräfte – insbesondere den Kreistag Nordfriesland – dazu auf, die Aufnahme der Zweigleisigkeit in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes geschlossen zu unterstützen. "Nur wenn wir uns gemeinsam auf diesen langen Weg machen, werden wir diese Nadelöhr des Nordens beseitigen und stabile Verkehre von und nach Sylt ermöglichen", so Buchholz.

 

Der Minister erinnerte daran, dass er bereits im Sommer in Berlin sowohl beim zuständigen Staatssekretär Enak Ferlemann als auch bei DB-Vorstand Ronald Pofalla vorstellig geworden sei, um für die Aufstufung des zweigleisigen Ausbaus der Strecke im Bundesverkehrswegeplan zu werben. Die besondere Situation der Insel Sylt, die für die große Mehrzahl der Menschen nur über diesen Schienenweg zu erreichen sei, müsse dabei gegenüber "technokratischen Fahrgastnutzenberechnungen" ganz besonders ins Gewicht fallen, sagte Buchholz.

 

Mit Blick auf die seit einem Jahr andauernden Verspätungen und Lok-Ausfälle sagte der Minister, dass er von der DB Regio eine grundlegende Veränderung des Instandhaltungs- und Reparaturkonzepts erwarte. Zur Beschleunigung müsse es auch darum gehen, Instandhaltungswerke einzubinden, die nicht im Besitz der DB AG sind – insbesondere das Werk in Husum.

 

Darüber hinaus erwarte er die Beschaffung von weiteren zusätzlichen Ersatz- und Reservefahrzeugen – sowohl Loks als auch Waggons – um bei Ausfällen mit Ersatzmaterial agieren zu können. Dringend nötig sei zudem ein Personalkonzept, das eine ausreichende Anzahl von Triebfahrzeugführern und Begleitpersonal beinhalte und Personalausfälle schnell und ohne Fahrplanauswirkungen kompensieren könne. Weitere Entlastung erwartet der Minister auch von einer "schnellstmöglichen Umsetzung" von bereits lange beauftragten Bahnsteigverlängerungen durch DB Station und Service, um zwischen Niebüll und Westerland zwölf statt bisher zehn Waggons einsetzen zu können.


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(Pressemitteilung der Landesregierung von Schleswig-Holstein)

 

WM Buchholz will Verlegung der Sylter Autoverladung diskutieren

Zweigleisigkeit der Marschbahnstrecke von/nach Sylt hat für den Bundesverkehrsminister jetzt Top-Priorität

Heute wurde im Bundesverkehrsministerium der zweigleisige Ausbau der Marschbahn nach Sylt im Bundesverkehrwegeplan in die Top-Kategorie mit einer gesicherten Finanzierung hochgestuft.

 

Das ist ein großer Durchbruch und deshalb war der Bundeswirtschaftsminister des Landes Schleswig Holstein auch heute beim Presseinterview bester Laune.

 

Die für den Ausbau kalkulierten 221 Millionen müssen aber noch ein wenig warten, bis sie ausgegeben werden können. Das Planfeststellungsverfahren dauert 3-5 Jahre, daran anschließend werden sicher noch einige Jahre Bauzeit anstehen. Sodass es bis zur Fertigstellung noch länger dauert. 

 

Dr. Bernd Buchholz möchte sehr gerne eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, was die Verlegung der Westerländer Verladestation betrifft und dies Möglichkeit auch mit den Kommunalpolitikkern auf der Insel Sylt diskutieren. Denn sollte es zu einer Verlegung der Verladestation nach Morsum kommen, könnte man sich eventuell den zweigleisigen Ausbau auf der Insel sparen, denn dort gibt es kaum Platz für ein zweites Gleis.

 

Deshalb ist es auch sehr wichtig, das die schon eingeleiteten Sofortmaßnahmen auf der Bahnstrecke von und nach Sylt unbedingt weiter fortgesetzt werden.

 

 

 

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