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Christian Thiessen

 

Megamarsch Sylt - 100 Insel-Kilometer in 24 Stunden

Am 27. Oktober fällt der Startschuss für den 1. Megamarsch Sylt. 333 Teilnehmer versuchen, innerhalb von 24 Stunden die Insel zu umrunden. Das entspricht genau 100 Kilometer.

Megamarsch Sylt? Was soll das sein? Ein verlängerter Syltlauf in Schrittgeschwindigkeit? Der Festumzug des Westerländer Musikvereins? „Es ist eine Langstreckenwanderung, bei der die Teilnehmer an ihre körperlichen und mentalen Grenzen gehen“, so Christian Thiessen.

 

Megamarsch Sylt 2018 eine große Herausforderung für 333 Teilnehmer/innen
Megamarsch Sylt 2018 eine große Herausforderung für 333 Teilnehmer/innen

Er muss es wissen. Seinen ersten Megamarsch absolvierte er in Hamburg, sein nächster wird der auf Sylt sein. Und den initiierte er gemeinsam mit der Sylt Marketing Gesellschaft (SMG) gewissermaßen selbst. Als er nämlich seine unzähligen Trainingsetappen zusammenlegte, bestätigte sich seine Vermutung: Zu Fuß einmal rund um Sylt entspricht der Megamarsch-Distanz von genau 100 Kilometern. Für Christian Thiessen nicht nur persönliche Herausforderung, sondern auch Anlass genug, über einen Megamarsch Sylt nachzudenken. Die Sylt Marketing fand die Idee mega, nahm Kontakt zu den Veranstaltern auf und lange Strecke, kurzer Sinn: Am 27. Oktober fällt um 16 Uhr der Startschuss für den 1. Megamarsch Sylt.

 

Auf ihrer Homepage sprechen die Veranstalter von der „Challenge Deines Lebens“ und sind auch sonst nicht sparsam mit motivierenden Imperativen. „Du schaffst das! Du bist stark! Trau Dich jetzt!“ Nicht ohne Grund. Seit 2016 organisieren Marco Kamischke und Frederick Hüpkes aus Mönchengladbach Langstreckenwanderungen in deutschen Großstädten. Erstmals in Köln, mittlerweile in acht anderen Großstädten. Und nur etwa 25 Prozent der Teilnehmer kommen ins Ziel. Das wird wohl auch auf Sylt nicht anders sein, vermutet zumindest Mirco Kamischke: „Der Megamarsch Sylt ist aufgrund der schwierigen Wind- und Wetterverhältnisse eine ganze spezielle Edition.“ So speziell, dass die Startplätze im ersten Jahr zunächst auf 333 begrenzt und innerhalb kürzester Zeit vergeben wurden. Im Gegensatz zur Teilnehmerzahl ist die Anzahl der Unterstützer entlang der Wanderstrecke nicht limitiert. „Anfeuern und zujubeln ist ausdrücklich erwünscht“, betont SMG-Geschäftsführer Moritz Luft, der mit der Extrem-Wanderung ein neues Nachsaison-Highlight nach Sylt holen konnte und dieses als solches auch im Veranstaltungskalender der Insel etablieren möchte.

 

Start und Ziel ist die Musikmuschel in Westerland. Im Uhrzeigersinn geht es Richtung Norden nach List. Von dort weiter auf der Ostseite über Kampen, Munkmarsch, Keitum bis nach Morsum. Am Deich entlang über das Rantumbecken und durch Rantum bis in den Inselsüden. Hörnum hinter sich gelassen geht es wieder zurück entlang der Westküste nach Westerland bis zum Ausgangspunkt. Obwohl die Distanz einem zweifachen Marathon entspricht, hat Christian Thiessen bislang auf einen ausgeklügelten Trainingsplan verzichtet. „Was man halt so schafft nach Feierabend.“ Und das sind in der Regel zehn bis 15 Kilometer, am Wochenende 30 bis 40. „Die einzige Vorgabe ist Spaß. Und bis 35 Kilometer macht alles Spaß.“ Bei der Zeitvorgabe allerdings hört der Spaß auf. Denn um die 100 Kilometer innerhalb von 24 Stunden zu schaffen, darf auch der Sylter Lokalmatador nicht weniger als 4,25 km/h im Durchschnitt laufen – und die wären ohne Pause. Aber so ganz ohne Atempause geht es auch beim Megamarsch nicht, alle 20 Kilometer gibt es eine Verpflegungsstation. Im Erlebniszentrum Naturgewalten in List, in der Alten Turnhalle in Keitum, im Schöpfwerk in Keitum und in den Räumlichkeiten des Tourismus-Service Hörnum im Inselsüden warten kalte und heiße Getränke, Süßes und Herzhaftes auf die Teilnehmer. Und am Ende wartet die Aussicht, sich selbst und seine gedachten Grenzen überwunden zu haben.

 

Weitere Informationen und der genaue Streckenverlauf auf www.megamarsch.de und www.sylt.de.

 

 

Piratenpartei Sylt fordert: Freie Strände für freie Menschen

Pressemitteilung Sylt den10. März 2017

Die Piraten in Schleswig-Holstein möchten das skandinavische “allemansrätt” (Jedermannsrecht) zur Nutzung der freien Natur erstmals auch hierzulande einführen: Schleswig-Holstein soll das erste Bundesland werden, in dem sich jeder Mensch frei in der Natur bewegen, aufhalten und übernachten darf. Auch das Betreten der Strände soll kostenfrei werden.


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“Das von uns geplante Recht auf Gemeingebrauch der freien Natur macht diese erlebbar, weckt das Interesse an ihrem Schutz und fördert die menschliche Achtung der Umwelt. In Skandinavien hat es sich auch in dicht besiedelten Gebieten bewährt. Es bietet daneben auch große touristische Chancen für das Urlaubsland Schleswig-Holstein. Von der deutschlandweit einmaligen Einführung eines Rechts auf Gemeingebrauch wird eine hohe Anziehungskraft ausgehen. Schleswig-Holstein erhält so ein Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb mit anderen deutschen Urlaubsregionen,” erklärt der Spitzenkandidat zur Landtagswahl Patrick Breyer.

Im Einzelnen schlagen die PIRATEN folgende Neuerungen vor:

Einführung eines Jedermannsrechts zum Betreten und Aufenthalt in der freien Natur mit Verbot der Absperrung

Das Durchführen organisierter Veranstaltungen im Wald (z.B. Kindergartenwanderungen) wird genehmigungsfrei, solange nicht erhebliche Schäden oder Störungen zu erwarten sind (bisher muss eine Erlaubnis eingeholt und ggf. eine Gebühr gezahlt werden).
Das Zelten in freier Natur z.B. an Stränden wird erlaubt, wenn eine Entfernung von 150m zu bewohnten Gebäuden eingehalten wird.
Privateigentümer müssen einen Durchgang freihalten, wenn Naturschönheiten anders nicht betreten werden können (bisher kann der Zugang z.B. zu Seen ganz versperrt werden).
Das Betreten der Strände wird kostenfrei (bisher oft gebührenpflichtig). Die Kurtaxe wird nur noch von Übernachtungsgästen erhoben.
Die dem Land bekannten, dem Gemeingebrauch unterliegenden Flächen und Wege werden auf einer Karte im Internet veröffentlicht und können auch von Nutzern ergänzt und kommentiert werden.

Pidder Lüng (Detlev von Liliencron)
Frei ist der Fischfang,
frei ist die Jagd,
frei ist der Strandgang,
frei ist die Nacht,
frei ist die See, die wilde See
an der Hörnumer Reede.

 

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