Ein gemeinsamer Urlaub zweier befreundeter Rentner auf Sylt hat am vergangenen Freitag ein tragisches Ende genommen. Auf dem Campingplatz Südhörn in Tinnum kam ein 78 Jahre alter Mann ums Leben, als er seinem Bekannten beim Rangieren des Wohnmobils helfen wollte.
Was als Zeichen freundschaftlicher Hilfsbereitschaft begann, endete in einer Katastrophe. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei stolperte der Senior am Freitagnachmittag beim Einweisen und geriet unter das Wohnmobil seines 77-jährigen Freundes. Für den Rentner kam jede Hilfe zu spät – die Feuerwehr konnte ihn nur noch leblos bergen.
Die beiden Männer waren gemeinsam aus Niedersachsen angereist, um unbeschwerte Urlaubstage auf der Nordseeinsel zu verbringen. Man stellt sich zwei langjährige Weggefährten vor, die sich auf die vertraute Zeit an der See gefreut hatten. Umso erschütternder ist der Gedanke an den 77-Jährigen, der nun mit dem Wissen leben muss, unfreiwillig in dieses Unglück verwickelt gewesen zu sein – eine Belastung, die kaum vorstellbar ist.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Flensburg wurde ein Sachverständiger hinzugezogen, um den genauen Hergang des Unglücks zu klären.
Ein Ausflug, der Erholung und Gemeinschaft bringen sollte, hinterlässt nun Trauer und viele offene Fragen. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Verstorbenen und bei allen, die ihm nahestanden.
