Von Sylt aus Föhr besuchen

In unserer Reihe, wo wir den Sylt Urlaubern ein paar Ausflugsziele in der Nähe vorstellen möchten, ist heute die Nachbarinsel Föhr an der Reihe. Föhr gehört wie Sylt auch zu den nordfriesischen Inseln. Vom Hörnumer Hafen aus, im Sylter Süden, können Sie Schiffstouren auf die zweitgrößte Nordseeinsel machen. Föhr wird gerne "die grüne Insel” genannt. Durch die Lage zwischen Amrum und Sylt ist die Insel etwas geschützter und bekommt die Stürme und Sturmfluten der Nordsee etwas abgeschwächter zu Spüren, dass wiederum ist gut für die Entwicklung der Flora.

Föhr - Die Insel der Walfänger

Die grüne Insel Föhr liegt gleich hinter Amrum im Wattenmeer der Nordsee. Erreichbar ist sie ausschließlich per Flugzeug oder Fährschiff. Selbst der dänische König Christian VIII. war sich der rauen Inselschönheit schon bewusst, schlug er doch hier ab dem Jahre 1824 für einige Jahre sein Sommerdomizil auf und brachte somit der Inselbevölkerung Wohlstand und Reichtum. Zu seinem Hofstaat gehörte nebenbei bemerkt, auch der berühmte Märchendichter Hans Christian Andersen.

Föhr blickt auf eine jahrhundertealte Walfangtradition zurück. Seit anno 1630 fuhren alle arbeitsfähigen, männlichen Inselbewohner zum Walfang über die Nordsee hinaus auf das Eismeer. Der Walfang brachte den Insulanern nicht nur gutes Geld ein, er sorgte auch über eine gute Schulbildung des Nachwuchses in den Wintermonaten, da diese für den Erfolg unabdingbar und Grundvoraussetzung war. Von den 4.500 Menschen, welche im 18. Jahrhundert die Insel ihre Heimat nannten, war immerhin ein Drittel Seefahrer. Diese Vergangenheit kann auch heute noch auf den Friedhöfen in Nieblum nachverfolgt werden. Auf den dortigen Grabsteinen sind die Lebensgeschichten der Seeleute eingraviert. Nicht nur einfache Seefahrer, Schiffsführer, Steuermänner und Harpuniere haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Auch einige Walfang-Kommandeure liegen auf dem Friedhof begraben.

Föhr ist jedoch nicht nur durch die Schifffahrt bekannt. Sie gilt außerdem noch als Insel der stattlichen Kirchen. Zu ihren bedeutungsvollsten Bauwerken zählt die Kirche St. Johannis in Nieblum, welche auch unter dem Namen "Friesendom" bekannt ist. In ihrem Inneren fanden immerhin 1.000 Menschen Platz.

Das einst königliche Seebad der Nordseeinsel ist für Urlauber, die Ruhe suchen, genau das richtige Ferienziel. Die Ortschaften Nieblum und Wyk sind dabei wohl die bekanntesten Urlauberzentren. Nieblum bezaubert durch sein gesamtes Ortsbild mit den hübsch erhaltenen, für die Nordsee typischen Friesenhäusern. In der Ortschaft Wyk hingegen sind vor allem die Nikolaikirche, die 1854 erbaute Windmühle, das Häberlin-Friesenmuseum und das Freilichtmuseum einen Besuch wert. Vom Wyker Hafen aus besteht zudem die Möglichkeit, einen Ausflug auf eine der benachbarten Inseln zu unternehmen.

Die deutsche Nordseeküste hat in jeder Jahreszeit ihre besonderen Reize. Das immer wiederkehrende Naturschauspiel von Ebbe und Flut ist nach wie vor eines der phantastischsten Eindrücke, welches ein Urlauber von seiner Reise mit nach Hause nimmt. Wasserratten finden selbst im Winter ihre Befriedigung, denn fast jedes Ferienhaus rund um Wyk ist zusätzlich mit einem Schwimmbad im Keller ausgestattet. Die Natur des Wattenmeeres sollte am besten im Rahmen einer fachkundig geführten Wattwanderung erkundet werden.

 

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