
Der Sylter Biologe Lothar Koch und die Sylt Marketing GmbH haben bei diesem Werk zusammengearbeitet.Seit Samstag gibt es eine ganz neue Art eines Syltführers, der den Gästen, aber auch durchaus den Insulanern einige neue Seiten der Insel zeigen will. Sylt wird aus der Sicht eines ökologischen Insiders betrachtet, ohne dabei den erhobenen Zeigefinger in den Vordergrund zu stellen. Vielmehr wird vom Autor, der seit mehr als 20 Jahren auf Sylt lebt, die Entwicklung der Insel betrachtet. Es ist also ein über die Jahre gereiftes Werk und versteht sich als Naturerlebnisführer.
Natürlich Sylt wurde am Samstag in der Badebuchhandlung Sylt in der Westerländer Friedrichstraße unter großem Interesse vorgestellt. Das Buch ist im Feldhaus-Verlag erschienen und kostet 22,90 Euro. Sie können es unter folgender ISBN-Nummer bestellen: 987-3-88264-531-6.
Am Ende dieser Seite, nach dem Video und einer Leseprobe finden Sie ein Gewinnspiel, wo wir 6 Exemplare von "Natürlich Sylt" verlosen.
Eine Leseprobe aus dem Naturerlebnisführer:
ROBBEN UND WALE VOR SYLTWenn ein anhaltender Ostwind die Nordseewogen auf der sonst eher wilden Westseite der Insel glättet, ist Schweinswal- und Robbenwetter!
Unter diesen Bedingungen kann man die drei um Sylt vorkommenden Meeressäugetiere mit größerer Wahrscheinlichkeit bei einem längeren Strandspaziergang entdecken. Die kleinen Tümmler heißen offiziell Schweinswale, denn schon die alten Griechen wunderten sich, dass die merkwürdigen »Fische« Innereien haben, die vielmehr Schweinen, also Säugetieren gleichen. Kurzerhand tauften sie die Lungenatmer »Schweine des Meeres«.
Schweinswale haben ausgerechnet vor Sylt ihre wahrscheinlich wichtigste Kinderstube in der gesamten Nordsee eingerichtet. Jedes Jahr im Juni kalben die nur knapp 1,80 Meter langen, dunkel gefärbten Zahnwale vor der Insel. Walforscher schätzen nach aufwendigen Zählflügen den Gesamtbestand der bedrohten Tiere im Seegebiet vor Amrum und Sylt auf den dichtesten der Nordsee. Statistisch liegt er bei 6000 Tieren für das Gesamtgebiet. Das hört sich viel an, pro Quadratkilometer sind das aber nur 1,8 Tiere. Diese Zahl macht wiederum deutlich, weshalb es immer noch ein seltenes und erhebendes Erlebnis ist, einen Schweinswal zu entdecken. Es gibt kaum einen anderen Ort in Europa, an dem das so einfach möglich ist, wie am Sylter Strand – und dazu noch kostenlos!
Um die Mitte des 20. Jahrhunderts waren die kleinen Tümmler eine regelmäßige Erscheinung im Wattenmeer. Wegen der Überfischung ihrer Beutetiere, vorwiegend Heringe, Ma krelen und Sandaale, gelangten sie auf die »Rote Liste« gefährdeter Tier- und Pflanzenarten Deutschlands. Außerdem ertranken in den Netzen der Großstellnetzfischerei nordseeweit jährlich über 7000 der Lungenatmer. Erst seit Anfang der 1990er-Jahre tauchten Kleinwale wieder vermehrt bei uns auf. Der Grund ist wahrscheinlicheine Änderung von Wanderrouten und Aufenthaltsorten der Nahrungsfische, denen die Wale folgen.
Kleinwalsichtungen mit Ort, Datum, Uhrzeit und Anzahl der Tiere sind bei den Naturschützern der Schutzstation Wattenmeer (Telefon 04651 881093) sehr willkommen. Im Naturerlebniszentrum für Naturgewalten Sylt hängt eine aktuelle Meldeliste für Schweinswalsichtungen im Ausstellungsmodul der Schutzstation aus.
Schreiben Sie folgenden Text auf Ihrer Facebook-Seite, bei Twitter, Google+ oder hier unter diesem Artikel als Kommentar: <Text-Anfang> Ich möchte gerne den Naturerlebnisführer "Natürlich Sylt" gewinnen. Das Gewinnspiel gibt es unter http://www.sylt-tv.com/naturerlebnisfuehrer-sylt-gewinnspiel-34231.html <Text-Ende>
Verlost werden 6 x 1 Buch und Teilnahmeschluss ist am 13.April 2012 um 24:00 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
In unserer Reihe, wo wir den Sylt Urlaubern ein paar Ausflugsziele in der Nähe vorstellen möchten, ist heute die Nachbarinsel Föhr an der Reihe. Föhr gehört wie Sylt auch zu den nordfriesischen Inseln. Vom Hörnumer Hafen aus, im Sylter Süden, können Sie Schiffstouren auf die zweitgrößte Nordseeinsel machen. Föhr wird gerne "die grüne Insel” genannt. Durch die Lage zwischen Amrum und Sylt ist die Insel etwas geschützter und bekommt die Stürme und Sturmfluten der Nordsee etwas abgeschwächter zu Spüren, dass wiederum ist gut für die Entwicklung der Flora.
Die grüne Insel Föhr liegt gleich hinter Amrum im Wattenmeer der Nordsee. Erreichbar ist sie ausschließlich per Flugzeug oder Fährschiff. Selbst der dänische König Christian VIII. war sich der rauen Inselschönheit schon bewusst, schlug er doch hier ab dem Jahre 1824 für einige Jahre sein Sommerdomizil auf und brachte somit der Inselbevölkerung Wohlstand und Reichtum. Zu seinem Hofstaat gehörte nebenbei bemerkt, auch der berühmte Märchendichter Hans Christian Andersen.
Föhr blickt auf eine jahrhundertealte Walfangtradition zurück. Seit anno 1630 fuhren alle arbeitsfähigen, männlichen Inselbewohner zum Walfang über die Nordsee hinaus auf das Eismeer. Der Walfang brachte den Insulanern nicht nur gutes Geld ein, er sorgte auch über eine gute Schulbildung des Nachwuchses in den Wintermonaten, da diese für den Erfolg unabdingbar und Grundvoraussetzung war. Von den 4.500 Menschen, welche im 18. Jahrhundert die Insel ihre Heimat nannten, war immerhin ein Drittel Seefahrer. Diese Vergangenheit kann auch heute noch auf den Friedhöfen in Nieblum nachverfolgt werden. Auf den dortigen Grabsteinen sind die Lebensgeschichten der Seeleute eingraviert. Nicht nur einfache Seefahrer, Schiffsführer, Steuermänner und Harpuniere haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Auch einige Walfang-Kommandeure liegen auf dem Friedhof begraben.
Föhr ist jedoch nicht nur durch die Schifffahrt bekannt. Sie gilt außerdem noch als Insel der stattlichen Kirchen. Zu ihren bedeutungsvollsten Bauwerken zählt die Kirche St. Johannis in Nieblum, welche auch unter dem Namen "Friesendom" bekannt ist. In ihrem Inneren fanden immerhin 1.000 Menschen Platz.
Das einst königliche Seebad der Nordseeinsel ist für Urlauber, die Ruhe suchen, genau das richtige Ferienziel. Die Ortschaften Nieblum und Wyk sind dabei wohl die bekanntesten Urlauberzentren. Nieblum bezaubert durch sein gesamtes Ortsbild mit den hübsch erhaltenen, für die Nordsee typischen Friesenhäusern. In der Ortschaft Wyk hingegen sind vor allem die Nikolaikirche, die 1854 erbaute Windmühle, das Häberlin-Friesenmuseum und das Freilichtmuseum einen Besuch wert. Vom Wyker Hafen aus besteht zudem die Möglichkeit, einen Ausflug auf eine der benachbarten Inseln zu unternehmen.
Die deutsche Nordseeküste hat in jeder Jahreszeit ihre besonderen Reize. Das immer wiederkehrende Naturschauspiel von Ebbe und Flut ist nach wie vor eines der phantastischsten Eindrücke, welches ein Urlauber von seiner Reise mit nach Hause nimmt. Wasserratten finden selbst im Winter ihre Befriedigung, denn fast jedes Ferienhaus rund um Wyk ist zusätzlich mit einem Schwimmbad im Keller ausgestattet. Die Natur des Wattenmeeres sollte am besten im Rahmen einer fachkundig geführten Wattwanderung erkundet werden.
Wer auf Sylt Urlaub macht, vor allem wenn dieser länger dauert als nur ein Wochenende, sieht sich auch gerne die Sehenswürdigkeiten in der Sylter Umgebung an. Was man sich nicht entgehen lassen sollte sind die Halligen, dort ist das Leben noch einmal ganz anders als auf einer Insel wie Sylt.
Alle Halligen liegen im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer. Die Hallig Hooge ist nach der Hallig Langeneß die zweitgrößte. Eine Hallig ist nicht eingedeicht.
Die Herkunft der Bezeichnung „Hallig“ ist nicht geklärt. Sie könnte ihren Ursprung in der friesischen Salzgewinnung haben, dem keltischen Wortursprung nach bedeutet „hall“ Salz. Die Salzgewinnung aus dem Salztorf lässt diesen Schluss zu.
Entstanden sind die Halligen am Ende der letzten Eiszeit vor 10 000 Jahren, als sich der Meeresspiegel durch das Schmelzen des gewaltigen Eispanzers um 30 Meter anhob. Große Teile der Küstenlandschaft versanken damals im Meer. Vor ungefähr 2 000 Jahren sorgte die Dünkirchen-Transgression für weitere Flutungen des Küstenlandes. Übrig blieben die Halligen, die über den Meeresspiegel hinaus ragen und deren Besonderheit ist, dass sie während einer kräftigen Flut oder einer Sturmflut „Landunter“ haben.Bis auf die Warften. Das sind von Hand aufgeschüttete Hügel, vom Aufwerfen kommt auch die Bezeichnung „Warft“. Auf den Warften stehen die Häuser der Inselbewohner. Für sie gehören der Wechsel der Gezeiten und das Überspülen der Hallig zum Alltag. Der unaufhörliche Wechsel zwischen Ebbe und Flut ist nach wie vor bedeutender als Uhren oder Kalender für das Leben der Menschen auf einer Hallig in der Nordsee.
Auf der Hallig befinden sich 10 Warften. Auf ihnen stehen die Wohnhäuser, die Kirche mit Pfarrhaus, ein Hotel, das Wattenmeerhaus, verschiedene Restaurants und Geschäfte sowie ein Jugendlager.
Anders als die anderen wird Hooge von einem Steindeich umschlossen, der der Hallig Schutz bei kleineren Sturmfluten der Nordsee gewährt.
Auf diesem 1,20 m hohen Sommerdeich kann man die Hallig komplett umrunden. Dabei legt man 12 km zurück. Daneben bieten sich Urlaubern und Tagesgästen zahlreiche touristische Möglichkeiten auf Hooge:
Der Königspesel, eine alte Friesenwohnung, gewährt Einblicke in die Wohnkultur vergangener Zeiten. Die Halligkirche hat viele künstlerische Meisterwerke und historische Gegenstände, die an die sturmflutreiche Vergangenheit der Hallig erinnern. In einem besonders beeindruckenden Kurzfilm ist die Faszination eines typischen „Landunter“, einer Sturmflut der Nordsee, dargestellt. Erleben kann man diesen Film im Sturmflutkino auf der Hanswarft. Auf dieser Warft befindet sich auch das Heimatmuseum. Hier sind historische Exponate aus dem alltäglichen Leben neben Wattfunden zu bewundern. Die Fundstücke stammen von längst untergegangenen Warften.
„Mensch und Warft“ heißt das Erlebniszentrum auf Hooge. Hier gibt es eine Wattwerkstatt und ein Gezeitenaquarium.
Urlaub auf Hallig Hooge ist Entspannung pur. Hotel und Pension, Privatzimmer und Ferienwohnungen sind begehrt und der begrenzten Kapazität wegen sehr schnell vergriffen. Deshalb sollte man seinen Aufenthalt auf der Hallig Hooge rechtzeitig planen.
Wer dann doch beim nächsten Urlaub wieder etwas mehr Action haben möchte, bucht wieder seinen Urlaub auf Sylt.
Weitergehende Informationen zur Hallig Hooge finden Sie unter: www.hooge.de und http://de.wikipedia.org/wiki/Hooge
Für Sylt Gäste die gerne längere Strecken Radfahren, ein sehr gutes AusflugszielWer einen längeren Aufenthalt auf Sylt gebucht hat, oder zu den vielen Wiederholungstätern gehört, die immer wieder kommen, der schaut sich auf schon mal nach einem schönen Ausflugsziel in der Umgebung um. Heute möchten wir Ihnen das deutsche Festland vorstellen, was an Sylt grenzt, also genauer gesagt Nordfriesland. Es ist sehr bequem mit der Nord-Ostsee-Bahn zu erreichen und Ihr Fahrrad können Sie auch ohne Probleme mit der NOB transportieren. Und am Abend sind Sie ja auch wieder zurück auf Ihrer geliebten Insel Sylt.
Das nordfriesische Festland
Ein weites Land. Eine außergewöhnliche Landschaft. Ganz im Norden, wo Deutschland aufhört, liegt Nordfriesland. Nicht nur mit alten Dörfern, den Kurorten Leck, Niebüll und Bredstedt sowie dem gut ausgebauten Radweg an der Nordseeküste lockt das nordfriesische Festland immer mehr Erholungssuchende und Hobbyradfahrer an. Wälder, Moore und das Wattenmeer bieten ein gar einzigartiges Naturerlebnis.
Idylle pur verspricht Bredstedt. Der kleine Marktplatz mit seinen putzigen Häusern und dem romantischen Mühlenteich lädt zu einem kleinen Stadtbummel ein. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch am Freitag, wenn der lebhafte Bredstedter Wochenmarkt über die Bühne geht. Von einer Anhöhe am Ortsrand hat man zudem eine tolle Aussicht über die friesische Inselwelt. Wer von all der nordfriesischen Idylle eine Pause braucht, kann es in Bredstedt auch krachen lassen. Mit coolsten Feten lockt die Bredstedter Disco 'Quickhorn'.
Auch Kultur kommt in Nordfriesland nicht zu kurz. Moderne Kunst gibt es in dem nach dem einheimischen Künstler benannten Richard-Haizmann-Museum in Niebüll zu sehen. Mit dem Friesischen Heimatmuseum und dem Naturkundemuseum befinden sich zwei weitere wichtige Kulturstätten in dem Ort.
Dagebüll gilt als das Tor zu den Inseln Föhr und Amrum. Vom Hafen aus verkehren die Fährschiffe. Im Sommer gibt es Badespaß an Dagebülls Stränden. Für Besucher sehenswert ist aber auch der alte Leuchtturm, ein viereckiger Backsteinturm mit markantem Spitzdach. In Betrieb ist der Leuchtturm heute nicht mehr. Er ist in Privatbesitz.
Genießen lässt sich die einzigartige Landschaft Nordfrieslands auch am Fahrrad oder auf der Schiene. Am Nordseeküsten-Radweg sind Hobby-Radfahrer bestens informiert. Schautafeln weisen auf kulturelle Besonderheiten und Naturdenkmäler hin. Spaß auf der Schiene verspricht die Draisinenbahn. Die 46 Kilometer lange Strecke führt vom Luftkurort Leck über Schafflund nach Unaften. Auf jeder Draisine ist Platz für 4 Personen, nur zwei müssen in die Pedale treten.
Jetzt noch ein Geheimtipp: Weniger bekannt, dafür besonders sehenswert ist das Dorf Süderlügum. In dem fast 1000 Jahre alten Ort wenige Kilometer von der Grenze zu Dänemark entfernt, befinden sich außergewöhnlich viele Läden, ideal für eine kleine Shopping-Tour. Auch sehenswert: In der Süderlügumer Marienkirche wurden 1930 mittelalterliche Deckenmalereien freigelegt.
Ein Besuch in Nordfriesland muss also nicht zwangläufig auf eine der Inseln führen. Auch das Festland hat jede Menge zu bieten. Die alte friesische Kultur ist in den kleinen Dörfern am Festland zudem noch viel ursprünglicher erhalten, als auf den touristisch geprägten Inseln Sylt oder Föhr.
Heute starten wir eine neue Reihe, in denen wir Ihnen Ausflugsmöglichkeiten von Sylt aus vorstellen möchten. Den Anfang macht die dänische Insel Römö, die einigen zumindest vom durchfahren bekannt sein dürfte, wenn Sie die Syltfähre benutzen. Aber hier gibt es durchaus mehr zu entdecken.
Weite, offene Flächen, ein Horizont, der wie mit dem Lineal gezogen scheint, das Flimmern der Sonne auf dem Wasser, eine frische Brise, die von der Nordsee über das Land weht – das ist Römö. Die kleine Insel, die zu Dänemark gehört, ist nur fünf Kilometer breit und zwölf Kilometer lang, und sie verfügt mit einer Breite von vier Kilometern über den weitläufigsten Strand Nordeuropas, der sogar mit dem Auto befahren werden darf. Ganze 600 Einwohner leben auf Römö, die rot gestrichenen Häuser verteilen sich quer über die Insel und setzen mit ihren bunten Fassaden und reetgedeckten Dächern farbenfrohe Akzente in der Landschaft, die platt wie eine Flunder ist.
Augen und Seele entspannen sich bei dem Anblick, der anmutet als sei er aus einem Bilderbuch entnommen worden. Dünen, endloser Strand, Heidelandschaft, knorrige Kiefern, viele Schafe, grasende Islandpferde und eine Handvoll Dörfer erwarten den Besucher. Freizeitparks, betriebsame Einkaufspassagen oder aufdringliche Animation sind hier Fehlanzeige. Dafür gibt es das Naturcenter Tonnisgaard, bei dem die unterschiedlichsten Exkursionen in den Nationalpark Wattenmeer, der 2010 gegründet wurde, im Angebot sind. Zur Auswahl stehen Austern- oder Wattwanderungen, Vogeltouren und Kutschfahrten. Mit etwas Glück können auf Römö sogar Bernsteine gefunden werden, die gut versteckt zwischen Muscheln und Seetang darauf warten, entdeckt zu werden. Im Naturcenter können die unscheinbaren milchigen Steine dann geschliffen werden, so lange bis alle Ecken und Kanten abgerundet sind. Der abschließende Feinschliff und die Politur mit Zahnpasta lassen die Steine in ihrem warmen Glanz erstrahlen und funkeln.
Ab und zu sind von der Küste aus auch Seehunde und Wale zu sehen, die hin und wieder dort auftauchen, obwohl vor noch nicht allzu langer Zeit, Mitte des 19. Jahrhunderts, die Insel das Zentrum des Walfangs in Dänemark war. Die sanften Riesen scheinen diese für sie gefahrvollen Zeiten jedoch vergeben und vergessen zu haben und zeigen sich wieder häufiger. Überreste ihrer imposanten Vorfahren, die am breitesten Strand der Nordsee gestrandet sind, können im Naturcenter bewundert werden. Das Wattenmeer ist ein Vogelparadies, in dem über 280 verschiedene Vogelarten leben. Im Herbst jeden Jahres machen Tausende der zauberhaften Alpenstrandläufer auf ihrem 4.500 Kilometer weiten Flug von Sibirien nach Westafrika hier Station und stärken sich an den unzähligen Wattwürmen, die bis zu 25 Zentimeter lang werden können, für ihren Weiterflug. Doch nicht nur die kleinen Alpenstrandläufer werden im Watt bei Nahrungssuche fündig: Miesmuscheln, Garnelen und Austern erfreuen auch den Gaumen des menschlichen Gourmets.