Die Heidelandschaften auf Sylt

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Eines der faszinierendesten landschaftlichen Phänomene auf der Insel Sylt ist das Ökosystem Heide. Fast ein halbes Jahr lang, von April/Mai bis weit in den September, zuweilen sogar Oktober hinein blühen die drei Heidearten Besenheide, Krähenbeere und Glockenheide in vielfältigen blaulila und violett changierenden Farbtönen. Nahezu die Hälfte des gesamten Heidebestands des Bundeslandes Schleswig-Holstein findet sich auf der Insel und zieht sich über viele Kilometer am Wattenmeer entlang.

Die Erhaltung ist ein komplexer Prozess und über Jahrhunderte hinweg auf unterschiedliche Weise durch den Menschen geprägt und beeinflusst. Die Nährstoffverarmung des Bodens zählt zu den ältesten Problemen der Kulturlandschaft. In Zeiten von Kriegen wurde das Heidekraut auf Sylt für die Einstreu in Ställen verwendet und als Beigabe zu Brennmaterialien in heimischen Öfen. Der essbare Teil der Bepflanzung wurde als Tierfutter verwendet. Die Anwohner hatten früher die Berechtigung, Teile der Heidelandschaft für sich selbst und als Weideland für ihre Tiere zu verwenden. Der Umgang mit der Sylter Heide war entsprechend wenig einheitlich und hat über lange Zeit große Schäden an der Natur hinterlassen.

Heute steht die gesamte Heidelandschaft unter Naturschutz. Sie ist Heimat für mehr als 2000 Tierarten und weit über 100 Pflanzenarten. Knapp die Hälfte davon ist auf der sogenannten Roten Liste für bedrohte Tier- und Pflanzenarten verzeichnet. Darüber hinaus ist das Heideland eines der größten Vogelschutzgebiete der Europäischen Union. Die richtlinienkonforme Verwaltung des Heideareals für die dort lebenden Vogelarten bedeutet einen zusätzlichen hohen Aufwand für die Insulaner.
Der landschaftliche Erhalt der Heidepflanzen ist umständlich und zeitintensiv. Neben Pflegemaßnahmen, die durch den Menschen vorgenommen werden, dienen Herden von einheimische Heidschnucken und Moorschnucken als natürliche Unterstützung für die Heidepflege.

Heidelandschaft auf SyltMit knapp 140 Hektar findet sich die größte zusammenhängende Heidefläche der Insel im Sylter Ortsteil Braderup. Der Gemeinde liegt unmittelbar am Wattenmeer, im Osten der Insel. Das Heidegebiet befindet sich zwischen Braderup und Kampen und lässt sich nahezu als Ganzes am schönsten entlang eines ausgewiesenen Wanderweges zwischen den beiden Ortsteilen sehen. Ein weiterer Wanderweg durch die Braderuper Heide führt vom Dorfkern bis zum Wattenmeer.
Die frühere große Heidefläche in Kampen ist unterdessen überwiegend bebaut. Kleine Parzellen befinden sich heute in Privatbesitz und dienen als Nutzfläche.

Als einmalig kann der speziell angelegte erhöhte Wanderweg mitten durch die Braderuper Heide bezeichnet werden. Da es nicht erlaubt ist, durch die geschützte Pflanzenwelt zu laufen, wurden aus Holz lange schmale Pfade und Treppen angelegt, die mitten durch die Natur führen. Die Pfade sind leicht erhöht, wodurch der Eindruck entsteht, man würde über die Heide hinweg laufen. Zusätzlich sind an manchen Stellen kleine Naturpfade angelegt, die ebenfalls ausschließlich zu Fuß genutzt werden können.

 

 

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