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Drohnen

  • Die DRK Wasserwacht Sylt - Eine schlagkräftige Truppe

    Eigentlich wollten die Mitglieder der DRK-Wasserwacht anlässlich des Munkmarscher Hafenfestes nur an einer publikumswirksamen Übung mitwirken, doch dann waren sie plötzlich auch anderweitig gefordert: Einem abgetriebenen Windsurfer kamen die Retter ebenso zur Hilfe wie dem Besitzer einer gekenterten Jolle. Zu guter letzt leisteten sie auch noch an Land einer verletzten Frau Erste Hilfe.

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    Für Karl-Heinz Kroll, Vorsitzender des DRK Westerland, einmal mehr Beweise, wie wichtig eine schlagkräftige Wasserrettung für die Insel und ihre Gäste ist. "Die Wasserwacht des DRK geht jetzt in ihre dritte Saison, wobei bereits einige Personen aus kritischen Lagen gerettet wurden. Es gibt allerdings auch immer mal wieder Fehlalarme, bei denen Personen Schweinswale, Wasserbälle oder Vögel mit hilflosen Schwimmern oder Surfern verwechseln. Doch gilt ganz klar die Devise: Wenn es um Menschenleben geht, rücken wir lieber einmal zu viel aus als einmal zu wenig", unterstreicht Kroll.

     

    Bewährt hat sich auch die zentrale Unterbringung der Wasserwacht-Gerätschaften in der Rettungshalle des DRK in Westerland: "Dadurch sind kurze Ausrückzeiten gewährleistet; dass die diensthabenden Mitarbeiter des Rettungsdienstes bei einer Alarmierung alles für die eintreffenden Wasserwacht-Mitglieder vorbereiten, spart weitere Zeit", erklärt Kroll und fügt hinzu: "Auch durch die kollegiale Verbindung zwischen dem DRK-Rettungsdienst und der DRK-Wasserwacht läuft die so genannte Chaosphase – der Zeitraum zwischen Alarmierung und Ausrücken – sehr professionell und zielgerichtet ab."

     

    16 Aktive, darunter zwei Frauen, verzeichnet die Wasserwacht gegenwärtig. Während jetzt in der Saison die Einsatzbereitschaft im Vordergrund steht, finden in den ruhigen Monaten das Schwimmtraining in der Halle sowie die Sanitätsausbildung statt. Denn: "Alle unsere Mitglieder verfügen über spezielle Ausbildungen", erläutert Gruppenleiter Arne Junker. Neue Mitglieder ab dem Alter von 16 Jahren, die den Rettungsschwimmerschein in Silber besitzen, seien herzlich willkommen. "Das DRK ermöglicht ihnen dann die kostenlose Ausbildung zum Sanitäter sowie optional ebenfalls kostenlos den Erwerb des Sportbootführerscheins See und die Fortbildung zum Wasserretter", berichtet Junker.

     

    Neben den engagierten, ehrenamtlichen Helfern bildet die Ausrüstung die zweite Säule der DRK Wasserwacht. "Gerade die Sylter Küste, vor der sich viele Wassersportler tummeln und die an der West- wie auch an der Ostküste ihre Tücken aufweist, ist eine spezielle Ausrüstung vonnöten – etwa ein starkes, brandungstaugliches Rettungsboot oder ein so genannter Jet Ski (RWC)", konstatiert Junker.

     

    Zusätzliches Equipment wird die Schlagkraft noch erhöhen: "So planen wir etwa die Anschaffung einer Wasserrettungsdrohne", berichtet Junkers Stellvertreter Michael Schlüter. "Diese Spezialdrohne ist schwimmfähig, mit einer Wärmebildkamera für nächtliche Einsätze ausgestattet und kann sogar einen sich automatisch aufblasenden Rettungsring zu einem Verunglückten transportieren. Dank der Drohne können wir im Zweifel noch schneller und zielgerichteter prüfen, ob wirklich ein Ernstfall vorliegt."

     

    Ein großes Lob zollt Karl-Heinz Kroll: "Was der verstorbene Gruppenleiter Christian Strauch so engagiert aufgebaut hat, setzen Arne Junker und Michael Schlüter als Führungsteam engagiert fort, die wie die übrigen Mitglieder der Wasserwacht ihre Freizeit für den Dienst am Nächsten opfern."

  • Drohnen verboten! in den Nationalparks Schleswig-Holsteins

    Auch auf Sylt sind Dronen verboten

    Das Verbot ist unabhängig von Größe oder Gewicht des Fluggerätes

    Auch auf Sylt sind Dronen verboten
    Auch auf Sylt sind Drohnen verboten

    Drohnen werden im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zu einem immer größeren Problem. Besonders bei gutem Wetter wie in diesem Sommer sausen die kleinen Flieger, betrieben zu privaten oder gewerblichen Zwecken, immer häufiger über Strände, Watt oder sogar sensible Bereiche wie die Rastplätze von Vögeln. „Was vielen Drohnenbesitzern gar nicht bewusst ist: Im Nationalpark ist der Drohneneinsatz verboten“, betont Christian Wiedermann aus dem Fachbereich Schutz und Entwicklungsplanung in der Nationalparkverwaltung – und dieses Verbot ist nicht abhängig von der Größe des Fluggerätes.

     

    Einem großen Irrtum nämlich unterliegen viele private Drohnenbesitzer: Sie glauben, wenn ihre Drohne weniger als zwei Kilo wiegt – die Grenze, ab der ein sogenannter Drohnenführerschein erforderlich ist – gelten für ihre Unternehmungen keinerlei Beschränkungen. Aber der Schluss „kein Führerschein notwendig – freie Fahrt in der Luft“ ist falsch. Vielmehr verbietet das Luftverkehrsrecht, genauer gesagt eine seit April 2017 geltende entsprechende Bundesverordnung, grundsätzlich den Einsatz von Drohnen über Schutzgebieten, also auch dem Nationalpark („§ 21b LuftVO – Verbotener Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen und Flugmodellen“).

     

    „Wir brauchen diese eindeutige Regelung, denn ähnlich wie Flugdrachen beeinträchtigen Drohnen die Ruhe im Nationalpark und können die Tierwelt ganz erheblich stören“, sagt die Leiterin des Fachbereichs Kirsten Boley-Fleet; insbesondere Vögel reagieren oft mit Stress, Flucht- oder Verteidigungsverhalten. Das sehen auch die Nationalpark-Kuratorien Nordfrieslands und Dithmarschens so und haben bereits im vergangenen Jahr das Drohnenverbot ausdrücklich begrüßt.

     

    In begründeten Einzelfällen sind zwar (gebührenpflichtige) Ausnahmegenehmigungen möglich. Diese müssen frühzeitig beantragt werden, zuständig dafür ist der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV-SH), der sich mit den jeweils vor Ort zuständigen Behörden – im Falle des Nationalparks also die Nationalparkverwaltung – ins Benehmen setzt. „Flüge über besonders sensiblen Bereichen, zum Beispiel die Schutzzone 1, Liegeplätze der Seehunde oder Mausergebiete von Meeresenten, sind allerdings ohnehin nicht genehmigungsfähig“, so Christian Wiedemann. Detaillierte Informationen über die gesetzlichen Regelungen zum Drohneneinsatz sind auf der Website des Bundesverkehrsministeriums hier: htttps://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/LF/151108-drohnen.htmlzu finden.

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