Radfahren auf Sylt ist sicherer geworden



Polizei und Ordnungsamt ziehen positive Bilanz

Nach Abschluss der Saison setzten sich Ordnungsamt und Polizei am Montag, den 5.12.11, zusammen, um ein Resümee bezüglich der im Frühjahr ins Leben gerufenen vier Projekte zu ziehen.

Die Projektleiter POK Gerd Jürgensen (Polizei) und Rudi Wagner (OA) stellten die Ergebnisse des Projektes „Radfahren auf Sylt“ vor. Die Zahl der Verkehrsunfälle ist von 66 auf 44 zurückgegangen. Auffallend hoch war die Beteiligung der Radfahrer über 50 Jahre (ca. 85 %). Mehr als die Hälfte dieser Radfahrunfälle waren „Alleinunfälle“. Bei jedem Unfall gab es einen oder mehrere Verletzte, wurde ein Helm getragen, verlief es meistens glimpflich. Vermehrte Fußstreifen von Ordnungsamt und Polizei ließen die Zahl der Verwarnungen in die Höhe schnellen, so mussten in diesem Jahr 212 Radfahrer ein Verwarngeld zahlen. Klöfkorn kündigt an: „So großzügig wird die Polizei im nächsten Jahr nicht mehr agieren. Mittlerweile sollte sich herumgesprochen haben, dass man auch auf Sylt in der Fußgängerzone nicht Fahrrad fahren darf.“ Insgesamt sind die Beschwerden stark zurückgegangen. Dazu beigetragen haben nach Ansicht Reibers auch die in gemeinschaftlicher Arbeit entwickelten Informationsflyer für Radfahrer.

Der Projektleiter POK Jan Brodersen überprüfte mit seinen Kollegen verstärkt Gaststätten auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen und das Verhalten Jugendlicher auf öffentlichen Wegen und Plätzen. Erfreulicherweise haben sich hier die Befürchtungen nicht bestätigt. Viele der Angetroffenen sehen jünger aus als sie sind, sodass die Überprüfung der Ausweise überwiegend zutage brachte, dass die Kontrollierten bereits das erforderliche Alter besaßen und somit kein Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz vorlag. In den Fällen, in denen die Beamten allerdings fündig wurden, zog dies empfindliche Bußgelder nach sich. Sehr positiv bewertet Klöfkorn die Bereitschaft der Gaststättenbetreiber, ihre Pflichten in diesem Bereich ernst zu nehmen. Brodersen möchte die Kontrollen auch im kommenden Jahr fortsetzen und insbesondere in den Ferienzeiten intensivieren.

Projektleiter PHK Oliver Mielck und seine Mitstreiter sind ebenfalls zufrieden mit dem Ergebnis ihres Projektes. Mit gezielten Streifen in Uniform und Zivil und der erhöhten Präsenz an den erkannten Brennpunkten, konnten die Fälle von Vandalismus durch Jugendliche spürbar eingedämmt werden. Am Beispiel des Skaterparks an der St. Nicolai-Schule lässt sich sehr gut dokumentieren, dass die enge Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt nachhaltigen Erfolg zeigt. Durch die bauliche Trennung von Schulhof und Skaterbahn im Zusammenwirken mit regelmäßigen Kontrollen ist es gelungen, die Straftaten dort um mehr als die Hälfte zu senken. Zudem wurde Jugendlichen, die Alkohol getrunken oder geraucht haben, der „Stoff“ weggenommen und es folgte eine Information der Eltern. Die Beteiligten sind sich einig, dass sich hier jede Investition gelohnt hat.

Zum polizeilichen Standardprogramm zählen Verkehrskontrollen zur Feststellung von Alkohol, Drogen und Medikamenten (ADM). Auch diese Kontrollen wurden im Rahmen eines Projektes intensiviert. Projektleiterin PK’in Katharina Lück konnte für ihr Projekt „ADM“ die Unterstützung von speziell ausgebildeten „Drogenerkennern“ der Polizei gewinnen und sich der Unterstützung von geschulten Beamten des Zolls versichern. Das führte während der Saison zu 88 festgestellten Verstößen. Besonders effektiv haben sich dabei die mobilen Kontrollen mit getarnten Fahrzeugen der Polizei herausgestellt. Klöfkorn will das Entdeckungsrisiko für die „schwarzen Schafe“ durch kreative Überwachungsmethoden erhöhen, um dadurch die Verstöße reduzieren und die Verkehrssicherheit auf der Insel insgesamt zu erhöhen.

Ordnungsamt und Polizei halten weiter an den Projekten fest. Es gilt die Nachhaltigkeit der Ergebnisse mit weiteren Maßnahmen zu fördern. Als besonders positiv bewerteten Reiber und Klöfkorn die enge Zusammenarbeit zwischen Ordnungsamt und Polizei. Weitere Projekte für 2012 sind bereits in der Planung. Insgesamt waren alle Beteiligten mit dem Ergebnis sehr zufrieden und sind überzeugt, dass auch auf diese Weise die Attraktivität der Insel als Wohn- und Ferienort weiter gesteigert werden kann.

 

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