Sylts teuerste Straße Frische Nordseeluft, ein freier Blick bis zum Horizont, das Weltkulturerbe "Wattenmeer", tolle Hotellerie und Gastronomie, exklusive Boutiquen und stylische Bars: Sylt ist eines der schönsten Plätzchen in der Republik. Das ist schon lange kein Geheimnis mehr. Und deswegen sind Häuser und Wohnungen auf Sylt vielerorts unbezahlbar geworden. Während die Schönen und Reichen sich ihren Traum vom Inselleben verwirklichen, können viele Einheimischen die rasant steigenden Mieten nicht mehr zahlen. Und somit verzeichnen die Orte an der nahen Nordseeküste seit ein paar Jahren immer mehr neue Einwohner, viele davon aus Sylt.

Viele ehemalige Insulaner haben Sylt verlassen, weil ihnen die Mieten zu teuer wurden. Wer aber weiterhin seinen Arbeitsplatz auf der Insel hat, der muss mit der Nord-Ostsee-Bahn zwischen Insel und Festland pendeln. Orte wie Langenhorn oder Niebüll sind typische Siedlungspunkte für diejenigen, die schweren Herzens aus Sylt wegziehen mussten. Auf dem nahen Festland sind Immobilien glücklicherweise noch zu bezahlbaren Preisen zu haben (Vergleiche z.B. unter www.immonet.de). Doch nicht nur die steigenden Mietpreise, sondern auch die allgemein hohen Lebenskosten auf der nordfriesischen Insel haben viele eingefleischte Insulaner zum Wegzug gezwungen.

Sylter mieten Wohnungen auf dem Festland

Während die Insel in der Vergangenheit von den hohen Besucherzahlen und von dem großen Interesse an Immobilien mit Strandblick und Inselluft profitierte, hat sich der Trend in jüngster Zeit zum Nachteil entwickelt. Denn immer mehr Einheimische haben ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr bloß vermietet, sondern verkauft. Und so sind heute nur noch 44 Prozent der Eigentumsobjekte im Besitz von Syltern. Alle anderen Häuser und Eigentumswohnungen haben die Insulaner zu hohen Preisen an Ortsfremde veräußert. Nun können selbst eingeborene Sylter das Leben auf der Insel nicht mehr bezahlen und müssen ihre Heimat verlassen. Auch an den Preisen für Bauland lässt sich der Trend ablesen. So kostet ein vergleichsweise teures 700 Quadratmeter großes Grundstück in Niebüll derzeit etwa 50.000 Euro. Wer die selbe Fläche auf Sylt erwerben will, der zahlt mehr als dreimal so viel, nämlich über 180.000 Euro.

Konzept für bezahlbare Mieten auf Sylt

Auch wenn das Wohnen auf den Festland nicht weniger schön ist als auf Sylt, gefällt diese Preisentwicklung dort natürlich niemandem. Deswegen versucht die Gemeinde Sylt, diesem Trend entgegenzusteuern. Ein Entwicklungskonzept soll helfen, das Wohnen und Leben auf Deutschlands schönster Insel wieder erschwinglich zu machen und den Syltern das Bleiben zu ermöglichen. Das unter anderem von Bürgermeisterin Petra Reiber vorangetriebene Konzept setzt an mehreren Punkten gleichzeitig an: Beim Verkehr, bei der Infrastruktur sowie bei Immobilien für dauerhaftes Wohnen. Immobilien und Flächen sollen in öffentlicher Hand bleiben, um zu verhindern, dass Einheimische oder Externe die Mietpreise weiter in die Höhe treiben.

 

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