Sylt fordert eine Entzerrung der Sommerferien-Zeiten

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Mit nachhaltiger Kritik bewerten die Sylt Marketing Gesellschaft (SMG), der Verein der Sylter Unternehmer (SU) und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Sylt (DEHOGA) Äußerungen der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann: Demnach soll sich der Korridor der Sommerferien der 16 Bundesländer auch für die Periode 2018 bis 2024 nicht auf 90 Tage ausdehnen, entgegen der Forderung der Ministerpräsidentenkonferenz. „Für die Insel Sylt wie für andere deutsche Urlaubsdestinationen würden aus dieser Festlegung weiterhin deutliche wirtschaftliche Einbußen resultieren“, warnt SMG-Geschäftsführer Moritz Luft, Geschäftsführer der Sylt Marketing Gesellschaft.

Nach statistischen Erhebungen der SMG werden auf Sylt pro Tag über 3 Millionen Euro Umsatz getätigt. Da sich der Korridor der Sommerferien 2014 im Vergleich zu den Jahren 2012 und 2013 von 85 auf 71 Ferientage um ganze 14 Tage reduziert, seien wirtschaftliche Einbußen in Millionenhöhe vorhersehbar. „Hinzu kommt, dass der Tagesumsatz in Höhe von über 3 Millionen Euro der Durchschnittswert aller Tage des Jahres ist, die Umsätze in der Zeit der Sommerferien aber deutlich höher sind“, erläutert Luft.

Längere Ferienzeiten entlasten die Verkehrslage nach SyltAn diesen Punkt knüpft auch der SU-Vorsitzende Karl-Max Hellner an: „Gerade auf Sylt leben wir vorrangig von der Sommersaison. Auf diese ist der Einzelhandel angewiesen, um das hohe Qualitätsniveau zu halten.“ Doch auch anderweitig ziehe die Beschneidung der Ferienzeit negative Folgen nach sich, mahnt der DEHOGA-Vorsitzende Stephan Beck: „Es ist voraussehbar, dass die Nachfrage das Angebot an Unterkünften in diesem knappen Zeitraum übersteigen wird und wir somit ungewollt auf Gäste verzichten müssen. Für die übrigen wird das Urlaubserlebnis etwa durch Verkehrsengpässe bei der An- und Abreise getrübt sein.“

Ein Aspekt, den Moritz Luft hinsichtlich einer Äußerung der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, wonach es aus schulpädagogischen Erwägungen keinen Spielraum für eine Ausweitung der Sommerferien gebe, berücksichtigt wissen will: „Es sollte doch gerade im Sinne der Kultusminister sein, wenn die Schülerinnen und Schüler mit ihren Familien im Urlaub eine nachhaltige Erholung genießen können und nicht durch Ballungen des Reiseverkehrs und Überfüllungen vor Ort unnötig belastet werden.“

Einstimmig ist daher der Tenor von SMG, SU und DEHOGA: „Wie bereits die Ministerpräsidenten, die Industrie- und Handelskammer Nord sowie der Tourismusverband Schleswig-Holstein fordert auch die Urlaubsdestination Sylt die Kultusministerkonferenz auf, die berechtigten wirtschaftlichen Interessen zu berücksichtigen und die Sommerferien künftig auf einen Zeitraum von mindestens 90 Tagen zu entzerren. Dabei ist eine langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten.“

Um die Gäste für die Problematik und die möglichen Auswirkungen zu sensibilisieren, hat die SMG einen Sonder-Newsletter an alle Sylt-Fans versandt. Dieser beinhaltet notwendige Informationen zum Thema „langfristige Sommerferienregelung“ und erklärt, wie jede Person mit geringem Aufwand zur Lösung beitragen kann.

 

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