Der Tourismus-Service reagiert auf neue Pressemitteilung

Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup (TSWB) lehnt Nachverhandlungen über Verlängerung des Pachtvertrages mit Wonnemeyer ab

Wenningstedt-Braderup –  Aufgrund der vom bisherigen Pächter des Strandlokals „Wonnemeyer“, Herrn Rüdiger Meyer, durch seine „Pressemitteilung die Zweite“ vom 30.12.2017 bedauerlicherweise in die Öffentlichkeit getragenen Vorgänge um die Verhandlungen zur Verlängerung des Pachtvertrages sieht sich der Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup ergänzend zu seiner ersten Pressemitteilung vom 30.12.2017 zu der vorliegenden Stellungnahme veranlasst:

In seiner ersten Pressemitteilung vom 30.12.2017 hatte der TSWB bereits erläutert, dass er bis zum 21.12.2017 noch von Herrn Rüdiger Meyer in dem Glauben belassen wurde, dass Einigkeit über die Verlängerung des Pachtvertrages über 4 Jahre zu den ausgehandelten Konditionen bestand. Dies dokumentiert sich u.a. in einem hierzu von Herrn Meyer eingereichten Bauantrag zur Erneuerung der südlichen Podesthälfte, in entsprechender einvernehmlicher Korrespondenz zum Vertragstext mit dem Rechtsanwalt des Pächters sowie auch in der Information hierzu im gerade erschienenen Magazin des TSWB.

 

Völlig überraschend hatte Herr Meyer wie berichtet am 21.12.2017 in einem Gespräch erklärt, die ausgehandelte Verlängerung nun doch nicht mehr zu wollen.
In einem Gesprächstermin mit dem Pächter am 28.12.2017 in den Räumlichkeiten des TSWB, bei dem über den Rückbau und die Räumung gesprochen werden sollte, wurde dann von Pächterseite versucht, über die Ankündigung einer Öffentlichkeitskampagne Druck auf die Geschäftsführung des TSWB aufzubauen, um in letzter Minute nun doch eine Vertragsverlängerung zu erreichen, und zwar zu für den vom Pächter gewünschten Konditionen.

 

Da hierauf seitens des TSWB nicht eingegangen wurde, versucht die Pächterseite nunmehr in durchsichtiger Weise, über die Öffentlichkeit ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen. Aufsichtsrat und Geschäftsführung des TSWB lehnen diese Art der Verhandlungen und einen solchen taktischen Zickzack-Kurs strikt ab. Es wird keine Nachverhandlungen zu einer Verlängerung des Pachtverhältnisses mit Herrn Meyer geben.

 

Der Vertrag endet mit dem Ablauf des heutigen Tages. Der TSWB widerspricht auch einer stillschweigenden Fortsetzung. Der TSWB wird, wie bereits angekündigt, die Podestanlage am Strand erneuern, für die Saison 2018 eine Interimslösung zur Strandversorgung organisieren und für die Jahre ab 2019 in einem öffentlichen Wettbewerbsverfahren einen Pächter für die Strandversorgung suchen. Hiermit wird sowohl dem aktuellen Pächter wie auch anderen Interessenten die Möglichkeit gegeben, sich mit einem attraktiven Konzept für unsere Gäste zu bewerben und gleichzeitig sichergestellt, dass eine Verpachtung zu fairen Konditionen erfolgt.


In Erwiderung auf die Presseerklärungen des Pächters möchten wir abschließend noch einige Fakten nennen, damit es auch unseren Gästen und Einwohnern, denen eine attraktive Strandversorgung zu Recht am Herzen liegt, möglich ist, sich eine Meinung zu bilden.


1) In dem bestehenden Pachtvertrag wurde mit 1.925 € netto pro Monat eine sehr moderate Pacht für den Strandbereich, die dortige Toilettenanlage, und darüber hinaus noch ca. 100qm Lagerhalle in der Strandkorbhalle des TSWB sowie 5 Pkw-Stellplätzen vereinbart. Dies konnte angesichts der sonst üblichen Mieten auf Sylt nur unter der Bedingung als marktgerecht vertreten werden, dass für die Erstellung und den Erhalt der Podestanlage und der dortigen Räumlichkeiten einschließlich nötiger Erneuerungen der Pächter verantwortlich ist.

So ist es bislang auch gehalten worden und so wäre es auch bei einer Vertragsverlängerung für die nächsten vier Jahre gehalten worden.


2) Als Ausnahme hiervon hat der TSWB nach dem Sturmschaden am Podest im Jahr 2014 dennoch Herrn Meyer vor dem Hintergrund der begrenzten Restlaufzeit seines Pachtvertrages ohne Rechtspflicht zugesichert, bei Beendigung des Pachtvertrages11/15 der nachgewiesenen Investitionskosten für die Erneuerung des nördlichen Podestteils zu erstatten. Bei einer Verlängerung des Vertrages um vier Jahre ohne vorherigen öffentlichen Wettbewerb hätte Herr Meyer, wenn er in vier Jahren im Bewerbungsverfahren unterlegen wäre, immer noch 7/15 bekommen. Insoweit ist die Aussage von Herrn Meyer, man habe die Reparaturkosten infolge des Sturmes vollumfänglich allein finanziert, nur die halbe Wahrheit.


3) Die von Herrn Meyer in seiner jüngsten Pressemitteilung angesprochene, „einfachere Lösung“ zur Erneuerung des südlichen Podestteils wäre nicht in der Dauerhaftigkeit und Qualität wie die vorgenannte Erneuerung des nördlichen Podestteils gewesen. In den Verhandlungen war bis dahin auch immer von der Lösung mit Stahlbohrpfählen analog dem nördlichen Podestteil gesprochen worden. So ist auch der Bauantrag von Herrn Meyer eingereicht worden.


4) Das – wie gesagt längst verhandelte – Angebot zur Vertragsverlängerung sah vor, die sehr günstige Pacht auch über die nächsten vier Jahre nicht zu erhöhen.
Angesichts dessen war es nur fair, vom Pächter zu verlangen, dass dieser seiner Investitionspflicht im Interesse einer sicheren Benutzung der Anlagen nun nachkommt. Eine Rosinenpickerei – einerseits von der niedrigen Pacht zu
profitieren, andererseits auch noch eine Abstandszahlung für fällige Investitionen bei Vertragsende zu erhalten – kam aus Sicht des TSWB nicht in Betracht.


5) Der Aufsichtsrat hat sich in vier Sitzungen intensiv mit den Vorschlägen von Herrn Meyer zur Vertragsverlängerung befasst und wurde dazwischen vom Geschäftsführer laufend über die Verhandlungen informiert. Er hat sich zu der Thematik eingehend juristisch beraten und ist einstimmig zu dem Entschluss gekommen, dass über das gemachte Angebot hinausgehende Zugeständnisse auch gegenüber anderen Pächtern und potentiellen Neubewerbern nicht vertretbar sind. Durch die Zusage von Herrn Meyer, das Angebot des TSWB annehmen zu wollen und die Einreichung eines entsprechenden Bauantrages seinerseits hierzu, mussten Aufsichtsrat und Geschäftsführung bis zum 21.12.2017 auch davon ausgehen, dass die Strandversorgung für die nächsten vier Jahre dort sichergestellt ist.

 

gez. Katrin Fifeik, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende

gez. Henning Sieverts, Geschäftsführer und Tourismusdirektor

gez. Rainer Frankenberg, Mitglied des Aufsichtsrates

gez. Gerd Hausen, Mitglied des Aufsichtsrates

gez. Sabine Koppelt, Mitglied des Aufsichtsrates

gez. Thomas Rix, Mitglied des Aufsichtsrates

gez. Marc Welsch, Mitglied des Aufsichtsrates

gez. Ulrich Wilke, Mitglied des Aufsichtsrates

 

PRESSEMITTEILUNG vom 31.12.2017

 

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