Ursache für Schiffunglück auf Amrum von Experten gefunden

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Unfall auf Amrum der MS Adler-Express 5.Juni 14:30 Uhr Stand 14:30 Uhr

Technischer Defekt gefunden
Heute Vormittag waren zwei Mitarbeiter der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU), sowie Mitarbeiter der Wasserschutzpolizei und des Germanischen Lloyds an Bord. Am Anleger in Husum wurde das Manöver unter Aufsicht des BSU mit dem Kapitän simuliert. Dabei wurde festgestellt, dass der Joystick für die Steuerung der Antriebe falsche Signale gab. Der Joystick wurde demontiert, ein Fehler am Potentiometer wurde ursächlich festgestellt. Es wird im Austausch mit der Herstellerfirma eine genaue Analyse durchgeführt. Das Bauteil wird erneuert und nach Einbau im Schiffsbetrieb getestet.

Das Schiff geht morgen in das Trockendock in Husum. Die schiffbauliche Reparatur des Vorschiffes wird auf vier bis fünf Tage geschätzt.

Pressemitteilung vom 05.06.2014 zum Unfall der MS Adler-Express
Stand 12:14 Uhr

Adler Express - ArchivbildWesterland/Sylt. Auf der gestrigen Fahrt der MS „Adler-Express“ von Hooge nach Amrum hat das Schiff aufgrund eines technischen Defektes während des Anlegemanövers in Wittdün/Amrum um 10.54 Uhr den dort befindlichen Anleger gerammt.

Der Grund für den Aufprall war voraussichtlich ein defektes Schaltmodul, welches für die Umsteuerung der Hauptmotoren verantwortlich ist. Dadurch konnte die Maschine nicht umgesteuert und die Geschwindigkeit nicht reduziert werden. Die MS „Adler-Express“ fuhr mit einer Geschwindigkeit von ca. sechs bis sieben Knoten auf den Anleger.
An Bord befanden sich 234 Personen. Durch den Aufprall wurden 27 Personen verletzt. Auf Amrum wurde sofort ein Notfallzentrum eingerichtet, um die verletzten Personen medizinisch zu versorgen. Alle verletzten Personen wurden in umliegende Krankenhäuser ausgeflogen. Der Einsatz an dem alle insularen Rettungskräfte beteiligt waren, war nach 6 Stunden abgeschlossen. Die beiden schwer verletzten Personen sind mittlerweile außer Lebensgefahr, ansprechbar und werden nach Angaben der Polizei-Pressestelle heute auf Normalstationen verlegt.
Sven Paulsen, Reederei-Inhaber, ist nach der Botschaft des Unfalls nach Amrum gereist um sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. „Mit Blick auf die heutigen Ereignisse bei dem Schiffsunglück mit unserem Fahrgastschiff „Adler-Express“, möchten wir unser tiefes Bedauern aussprechen und uns vielmals bei allen zu Schaden gekommenen Fahrgästen herzlich entschuldigen“, so Paulsen am Unfallort. „Ein ganz besonderen Dank möchte ich allen an der Rettungsaktion beteiligten Hilfskräften von Amrum und dem Festland, für ihren professionellen und schnellen Einsatz aussprechen“, so Paulsen weiter.

Die Reederei setzte gestern Abend die MS „Adler V“ von Nordstrand ein um die restlichen Passagiere von Amrum zurück aufs Festland zu bringen.

Nach Besichtigung durch einen Mitarbeiter des Germanischen Lloyd (GL) befindet sich die Adler-Express momentan in der HDR-Werft in Husum, wo von der Wasserschutzpolizei und der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) Untersuchungen zur Unfallursache laufen. Ein genauer Bericht liegt noch nicht vor. Der Sachschaden an der MS „Adler-Express“ wird momentan auf ca. 20.000 Euro geschätzt.

Im Namen der Reederei möchten wir noch einmal allen Passagieren, die sich an Bord der Adler-Express befanden, unser Bedauern aussprechen – insbesondere den Verletzten und deren Angehörigen! Wir hoffen, dass alle Beteiligten schnell wieder genesen.

Angehörige von Verletzten können sich unter 04841-830660 (Wasserschutzpolizei Husum) oder auch 110 bzw. 0461-99930230 (außerhalb von Nordfriesland) erkundigen.

 

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