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3 Stunden war die Bahnstrecke zwischen dem Festland und der Insel Sylt blockiert

Heute Morgen um 07:12 Uhr fand eine von langer Hand geplante Aktion der Pendler, im Bahnhof Klanxbüll ihren Anfang. Hunderte der seit Monaten geplagten Arbeitskräfte hinderten durch ständiges Ein- und Aussteigen erst einen, später zwei Züge an der Weiterfahrt. Dadurch ging auf den Gleisen rund um den Hindenburgdamm für 3 Stunden nichts mehr. Auch die Autozüge waren zur Untätigkeit verdammt.

Da der Protest vorher bekannt geworden war, war die Polizei mit knapp 20 Beamten vor Ort. Diese griffen aber nicht ein und es blieb über die gesamte Zeit friedlich. Um 10:12 Uhr, also genau 3 Stunden später wurde die Strecke dann wieder freigegeben.

 Die Pendler und die Sylter Unternehmer haben von den Zuständen die Nase voll

Der Grund für dieses Handeln liegt in der nun beinahe einjährigen Dauerstörung auf der Strecke und der Aussicht, dass dies auch noch circa 1  Jahr so bleiben soll. Das ergab ein Treffen am Dienstagabend in Niebüll, zu der alle betroffenen Parteien erschienen waren. Dort wurde der aktuelle Stand von der DB, der Nah.SH und dem Lokherrsteller Bombardier, den Pendlern, Unternehmern und Politikern mitgeteilt und es gab keine gute Nachrichten. Vor dem Gebäude hatten sich schon da gut 70 Arbeitskräfte und ihre Angehörigen versammelt und ihrem Unmut lautstark kund getan.

 

Auch wenn natürlich fast alle den Ärger der Bahnfahrer verstehen, so wurde über die Aktion am heutigen Mittwochmorgen sehr kontrovers auf unserer Facebookseite diskutiert. Von Applaus und viel Zuspruch, bis zu harscher Kritik und Beschimpfungen. 

Da jede Medaille zwei Seiten hat, muss auch erwähnt werden, dass unbeteiligte Personen unter dem Protest gelitten haben. So konnten wichtige Lieferungen, wie Medikamente nicht pünktlich die Insel erreichen und auch Rettungswagen standen im Stau an den Verladestationen.

 

Kommentare zur Pendler Aktion auf der Sylt TV Facebookseite
Kommentare zur Pendler Aktion auf der Sylt TV Facebookseite

 

Kommentare  

Reinhard 2017-10-25 18:15
Ich hätte nicht gedacht, daß so viele kein Verständnis für den Pendlerstreik haben. Ich habe meine Arbeit auf Sylt aufgegeben, weil die Überfahrt nach Sylt schon seit Jahren unzumutbar ist. Die Kritiker dieser Aktion sollten mal von Keitum aus zum Festland wollen. Wenn es dann bei windigem Wetter regnet, kommt man bei Verspätung naß nach Hause und zwar innen und außen. Da kein WC vorhanden und das Schutzdach ein Witz ist. Ich stelle mir vor eine ältere Dame müßte irgendwo hinter einer Ecke oder unter einer Unterführung ihre Notdurft verrichten. Es sind nicht nur die Verspätung es ist das ganze beschissene Konzept. Jetzt arbeite ich auf dem Festland und fühle immer noch mit den armen Pendlern, die glauben keine andere Wahl zu haben. Leute, ihr habt eine es gibt mehr Arbeit auf dem Festland als ihr glaubt. Bleibt einfach bei uns. Schöne Grüße von einem glücklichen Festländer.

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