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Erst in der Nacht trafen die Seenotretter mit dem Havaristen im Hafen von Hörnum (Sylt) ein.

Seenotretter bewahren norwegische Yacht vor dem Sinken

Die Seenotretter der Stationen List und Hörnum auf Sylt sowie Amrum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren in der Nacht von Montag auf Dienstag (31. Juli bis 1. August 2017) gemeinsam für eine norwegische Motoryacht im Einsatz, die mit drei Personen an Bord zu sinken drohte.

Gegen 18.20 Uhr hatte der Skipper der 14 Meter langen Yacht „La Carlotta“ die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmiert. Nach einem Maschinenalarm hatte die Crew festgestellt, dass der Maschinenraum verqualmt war und zu diesem Zeitpunkt bereits über 70 Zentimeter voll Wasser gelaufen war.

Gemeinsam gelang es den Seenotrettern von Sylt mit dem Seenotrettungsboot HORST HEINER KNETEN und dem Seenotrettungskreuzer PIDDER LÜNG den Havaristen flott zu halten
Gemeinsam gelang es den Seenotrettern von Sylt den Havaristen flott zu halten

Der Wassereinbruch war so stark, dass die Crew befürchtete, ihr Boot würde sinken. Sicherheitshalber alarmierte die SEENOTLEITUNG die Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE der Station Amrum, PIDDER LÜNG der Station List auf Sylt, das Freiwilligen-Seenotrettungsboot HORST HEINER KNETEN der Station Hörnum auf Sylt sowie den SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine.

Das Tochterboot der ERNST MEIER-HEDDE von Amrum stellte jedoch schnell fest, dass die angegebene Position des Havaristen im Watt östlich der Inseln nicht korrekt war. Stattdessen befand sich die „La Carlotta“ etwa fünf Seemeilen (ca. neun Kilometer) westlich von Sylt

Der Marine-Hubschrauber war gegen 19.15 Uhr vor Ort und blieb bis zum Eintreffen der Rettungseinheiten auf Standby. Die PIDDER LÜNG übergab mobile Lenzpumpen und pumpte zunächst 2.200 Liter Wasser aus dem Havaristen.

 

In langsamer Schleppfahrt zwischen der HORST HEINER KNETEN und der PIDDER LÜNG brachten die Seenotretter die Yacht nach Hörnum, wobei alle zwanzig Minuten erneut mehrere hundert Liter aus der Motoryacht gepumpt wurden. Gegen 23.30 Uhr traf der Schleppzug im Hafen von Hörnum ein. Um den Havaristen über Nacht flott zu halten, brachten die Seenotretter ein Lecksegel an.

Die PIDDER LÜNG konnte sich um 3.20 Uhr wieder „Klar P 3“ („einsatzbereit auf Station“) aus List melden.

Die Motoryacht befand sich auf Überführungsfahrt von Amsterdam (Niederlande) nach Molde (Norwegen).

 

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