MEER! statt Plastik

Der Bundestagsabgeordnete und netzpolitische Sprecher der Grünen, Dr. Konstantin von Notz spricht sich heute am Strand der Nordseeinsel Sylt für eine verstärkte Schleppnetzfahnung aus. Dabei geht es ihm nicht um den Kampf gegen Abhöraktionen von Geheimagenten, sondern um die Reduzierung von Plastikmüll im Meer.

Dolly Ropes, Bündel aus Plastikschnur, wie sie in Massen an den Strand gespült werden, die Meere massiv verschmutzen und für Tiere und Pflanzen eine Gefahr sindAuf dem gemeinsamen Spülsaumkontrollgang zwischen Wenningstedt und Kampen ließ sich der Abgeordnete von Experten der Schutzstation Wattenmeer und der Naturschutzgemeinschaft Sylt über die Problematik „Plastikmüll im Meer“ informieren. Etwa 75 Prozent der bis zu 10 Millionen Tonnen Müll, die jährlich weltweit in die Meere gelangen, besteht aus Kunststoff. Weggeworfene Trawlernetze, Steilnetzteile, Plastikseile und Kunstoff-Fischkisten machen zusätzlich ca. 5 Prozent des jährliche Strandmülls an der deutschen Nordseeküste aus Nach Angaben des Umweltprogramms der vereinten Nationen (UNEP) treiben inzwischen auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche bis zu 18.000 Plastikteile unterschiedlichster Größe.

„Das was am Strand ankommt ist nur die Spitze eines Plastikberges, der auf den Meeresgrund sinkt oder sich in großen Wasserwirbeln auf den Weltmeeren sammelt“, sagt Margit Ludwig von der Naturschutzgemeinschaft Sylt.
„Um über die Jahre einen optimalen Überblick über alles zu bekommen, was an die Strände kommt, haben wir den „Beachexplorer“, eine digitale App für alle Strandläufer am europäischen Wattenmeer entwickelt“ ergänzt der Biologe Rainer Borcherding von der Schutzstation Wattenmeer. Da kann man von der Herzmuschel, über den Seehund bis hin zum Schleppnetzes alles leicht bestimmen und eintragen. Alle Daten werden an zentraler Stelle registriert. Konstantin von Notz zeigte sich begeistert von der digitalen Strandfund-Bestimmungshilfe: „Solche Umwelt-Apps für Bürger machen Spaß und helfen mit fundierten Datensammlungen auf Bundes- und Europaebene mehr Druck zu machen für effektiven Meeresschutz und ökologisch verträgliche Fischereitechniken “

Den Beachexplorer der Schutzstation Wattenmeer findet man über die Website: www.beachexplorer.org 

Bei der Schleppnetzfahndung v.l.n.r: Mandy Matz und Rainer Borcherding von der schutzstation Wattenmeer, Dr. Konstantin von Notz, Edda Raspé und Maria Andresen von den Sylter Grünen
Bei der Schleppnetzfahndung v.l.n.r: Mandy Matz und Rainer Borcherding von der Schutzstation Wattenmeer, Dr. Konstantin von Notz, Edda Raspé und Maria Andresen von den Sylter Grünen

 

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