Halle 28 wichtig für Sylts Katastrophenschutz

Die CDU der Gemeinde Sylt positioniert sich mit Blick auf den bevorstehenden Bürgerentscheid am 12. Juni: "Wir sprechen uns klar gegen einen Abriss der Hallen 28 und 25 aus und plädieren stattdessen dafür, die beiden Hallen in den Besitz der Flughafen GmbH zu überführen. Dadurch kann zugleich auch der Katastrophenschutz gewährleistet werden", unterstreicht der CDU-Vorsitzende Oliver Ewald. Zugleich moniert die CDU das Vorgehen des Kreises Nordfriesland und empfiehlt, das für einen etwaigen Hallen-Neubau vorgesehene Grundstück nördlich der Westerländer Feuerwache für die Gemeindeentwicklung frei zu halten.


Denkbar knapp war ein Antrag der CDU, die Hallen 28 und 25 in den Besitz der Flughafen GmbH zu überführen, in der Gemeindevertretung mit 18 zu 16 Stimmen abgelehnt worden. Gleichwohl hält die Partei an ihrem Vorschlag fest: "Entsprechende Vorgespräche mit der Geschäftsführung der Flughafen GmbH erbrachten positive Signale. Würde dem Vorschlag gefolgt werden, entfiele ein Antrag auf Nutzungsänderung der Hallen. Diese könnten dann für Flughafenbelange, zusätzlich aber auch für die Katastrophenabwehr genutzt werden. Damit wären zugleich Baurecht und Denkmalschutz in Einklang gebracht", betont der CDU-Vorstand. Ohnehin müssten die Hallen aus Denkmalschutzgründen bestehen bleiben und werden die Gemeinde daher auch künftig finanziell belasten. Ein weiterer Pluspunkt: Das Areal wäre möglichen Grundstücksspekulationen dauerhaft entzogen.


Skeptisch betrachtet die Partei den Plan, die Fläche nördlich der Feuerwache für einen Neubau einer Katastrophenschutzhalle zu nutzen: Damit ginge wertvolle Entwicklungsfläche für die Gemeindeentwicklung verloren, beispielsweise für ein künftiges Gewerbegebiet. Zudem zweifele man stark daran, dass für eine Summe von 500.000 Euro – wie in der Gemeindevertretung unlängst für eine Sanierung der Halle 28 oder aber einen Neubau beschlossen – eine Katastrophenschutzhalle errichtet werden könne, die alle notwendigen Ansprüche erfülle. Zum Vergleich: Die neue Halle würde nur ein Sechstel der Fläche der Halle 28 besitzen. Fazit: "Die neue Halle ist für den Bedarf nicht geeignet und ausreichend. Darüber hinaus lehnen wir einen dezentralen Katastrophenschutz ab und präferieren wie von den Experten gefordert eine zentrale Lösung."


"Mit Kostenexplosionen haben wir in der Gemeinde ja leidvolle Erfahrungen, man denke etwa an den Neubau der Feuerwache. Die 500.000 Euro wären daher in der Sanierung der Halle 28 sinnvoller angelegt", erklärt die CDU. Die vom Kreis Nordfriesland gerügten Mängel ließen sich damit rasch abstellen, wobei die CDU dessen Vorgehen ohnehin befremdet: "Man darf sich schon fragen, warum über Jahre hinweg Ruhe herrschte und der Kreis nun unmittelbar vor dem Bürgerentscheid plötzlich Auflagen erlässt. Mehr noch: Hätte der Kreis es nicht versäumt, die Gemeinde auf ihre Unterhaltungspflicht der Hallen rechtzeitig hinzuweisen, so wären die monierten Mängel größtenteils erst gar nicht entstanden."


Auch die Einbeziehung der Amtsgemeinden Hörnum, Wenningstedt-Braderup, Kampen und List in die Diskussion ist für die CDU ein wichtiger Aspekt: "Wenn wir über eine Katastrophenschutzhalle sprechen, dann sprechen wir über ein insulares Thema. Die Amtsgemeinden sprechen sich für den Erhalt der Halle 28 aus und würden im Falle der Sanierung ein Viertel der Kosten tragen. Ob sie dazu auch bei einem Neubau bereit wären, ist fraglich."

 

Tags: DRK Sylt, Halle 28, Katastrophenschutz

 

 

 

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