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Sylter „Kupferkanne“ verkauft Bilder zugunsten von UNICEF

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Die Kunstmalerin Heide Dahl macht Schule

Benachteiligten Kindern zu helfen war ihr stets eine Herzensangelegenheit: Die 2014 verstorbene Düsseldorfer Kunstmalerin Heide Dahl hat den überwiegenden Teil ihrer verbliebenen Bilder UNICEF vermacht. Diese 132 Arbeiten werden jetzt durch die Sylter „Kupferkanne“, wo Heide Dahl seit 1974 eine eigene Galerie hatte, ausgestellt und zugunsten von UNICEF verkauft. Die Erlöse sind für das Bildungsprogramm „Schulen für Afrika“ bestimmt. Vernissage ist am 18. April 2015 um 18 Uhr in der Kuka Galerie in Westerland, Tinnumer Str. 5. Geplant sind auch einzelne Benefizauktionen gegen Ende des Jahres, Termine aktuell unter www.kupferkanne-sylt.de.

Geboren 1940 in Rostock und aufgewachsen in Lübeck, wurde Heide Dahl als Tochter eines Malers früh auf den Weg der Kunst geführt. In den 70er Jahren bot der Gründer der „Kupferkanne“, Günther Rieck, der Malerin ein vorhandenes Gebäude auf dem Gelände des beliebten Szenelokals und Prominententreffs zur Ausstellung ihrer Werke an. Über drei Jahrzehnte war sie dort immer in den Sommermonaten anzutreffen. Die übrige Zeit lebte und arbeitete sie in Düsseldorf oder unternahm Studienreisen, um Anregungen zu sammeln. Ihre Bilder gab Heide Dahl zeitlebens eher ungern aus der Hand und verkaufte sie nur an ausgewählte Kunden. Poster, Postkarten und Kunstdrucke zahlreicher Werke werden von namhaften Verlagen (u.a. im Fink Verlag) vertrieben. Originale waren seit der Schließung der Galerie im Jahr 2000 nicht mehr zu haben.

Die Kupferkanne auf SyltBekannt sind vor allem ihre poetischen Stillleben - Blumenarrangements, Landschaften und Tiermotive. Weniger bekannt sind ihre sinnlichen Aktbilder und familiäre Genremalereien. Wichtig war es der Künstlerin dabei stets, „die Stimmung des Moments einzufangen“. „Die Welt ist voll von Sommerlüften“ lautet der Titel eines 1997 bei ars edition erschienenen Bildbands mit Gedichten von Theodor Storm, die mit den Landschafts-Bildern und melancholischen Porträts von Heide Dahl zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk verschmelzen. „Manchmal in ganz zarten Farben für den Spaziergang durch die Frühlingswiese, manchmal in kräftigem Rot für eine Vase voller Mohnblüten, immer mit viel Geschick und dem Blick für Details und Momente“, heißt es dort. Aus gesundheitlichen Gründen kehrte Heide Dahl Anfang der Zweitausender Jahre nach Düsseldorf zurück und lebte dort zurückgezogen bis zu ihrem Tod 2014.
Vermächtnis zugunsten der UNICEF-Stiftung

Zum Gedenken an die Malerin gibt UNICEF 2016 fünf Motive als Grußkartensortiment heraus. Der Erlös aus dem Verkauf der 132 Bilder durch die „Kupferkanne“ fließt in das UNICEF-Programm „Schulen für Afrika“. Seit dem Start der erfolgreichen Bildungsinitiative vor zehn Jahren erhalten bereits 28 Millionen Kinder in 13 afrikanischen Ländern eine gute Grundbildung. „Freunde ihrer Kunst können das Lebenswerk von Heide Dahl krönen und benachteiligten Kindern die Chance auf ein besseres Leben schenken“, so der Geschäftsführer der „Kupferkanne“, Willi Schäfer. 

 

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