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Bürgerbegehren um ärztliche Grundversorgung in Nordfriesland zu sichern

3 Insulaner wollen die Politik mit Hilfe der Bevölkerung zum Umdenken zwingen

Am Donnerstag wurde das Bürgerbegehren an den Kreis Nordfriesland überstellt und das ist ihre Begründung für diesen Schritt.

 

Geburt auf dem Autozug, dem Seenotretter oder der B 5. Möchten Sie das erleben?

 

Mit einem kranken Kind mit Fähre, Zug oder Bus nach Flensburg fahren. Wünschen Sie sich das für Ihr Kind?

 

Über Monate hinweg von zu Hause aus stundenlang zur Chemotherapie pendeln. Halten Sie das für heilungsfördernd?

 

Abends mit einer Verletzung selbst zur Klinik fahren und feststellen, dass die Behandlung dort nur noch tagsüber möglich ist.Verstehen Sie darunter eine ausreichende Notfallversorgung?

 

Bürgerbegehren zur ärztlichen Grundversorgung in NF
Bürgerbegehren zur ärztlichen Grundversorgung in NF

Vermutlich wollen Sie nichts von diesen vier Dingen selbst erleben, aber für immer mehr Menschenist und wird das bitterer Alltag in Nordfriesland.Das Land Schleswig-Holstein meint: „All dies ist zwar bedauerlich, indessen letztlich Konsequenzder eigenen Entscheidung auf einer Insel**“ oder in einer ländlichen Region zu wohnen.

Wir, die Initiatoren dieses Bürgerbegehrens, sind nicht bereit, diese negative Entwicklung tatenloshinzunehmen. Wir sehen es als eine der wichtigsten Aufgaben einer Gemeinschaft an, die Kranken,Schwachen, Alten, Kinder und Schwangeren zu schützen. Dies umfasst eine flächendeckendemedizinische Grundversorgung, welche einer entwickelten Gesellschaft würdig ist.

Um die Zentralisierung medizinischer Leistungen voranzutreiben, wird mit angeblich erhöhterSicherheit, vermeintlich geringeren Kosten sowie einer größeren Effizienz argumentiert. Dabeirücken der Mensch und die Menschlichkeit immer weiter in den Hintergrund. Risiken, Aufwand undsoziale Härten durch lange Wege, überfüllte Zentren und überlastetes Personal werdenunterschätzt. Und passiert dann doch mal etwas, wird es als Einzelfall dargestellt.

 

Der Kreistag entscheidet jetzt ob das Bürgerbegehren zugelassen wird. Falls ja, brauchen die Initiatoren 4% der wahlberechtigten Bevölkerung Nordfrieslands, das sind circa 6.000 Stimmen, die sie unterstützen. 

Dann könnte ein Bürgerentscheid auf den Weg gebracht werden. Wenn es nach den 3 Nordfriesen geht, würde bei der nächsten Landtagswahl dann auch darüber abgestimmt.

 

 

Nordfriesland, Bürgerbegehren, Krankenhaus

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