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Sie wenden sich in einem offenen Brief an die Verantwortlichen des Nah sh und an die Politik

Nachdem nun seit letzter Woche Freitag doch einige Zeit vergangen ist und sich der Bahnverkehr von und nach Sylt immer noch nicht in einem ausreichend verlässlichen Zustand befindet, wenden wir uns notwendigerweise nun doch persönlich an Sie.

Wir stellen die Entscheidung alle Wagen der NOB aus sicherheitstechnischen Gründen aus dem Verkehr zu ziehen, bis sichergestellt ist, dass sie wieder in vollem Umfang sicher einsatzbereit sind, nicht in Frage, sondern wir unterstützen diese ausdrücklich. Nur, dass nach fast sechs Tagen immer noch nicht ausreichend Wagenmaterial, wenigstens zu den Hauptzeiten des Berufsverkehrs zur Verfügung steht, macht uns dann doch sprachlos.

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Wir müssen Ihnen nicht erzählen, dass ohne die rund 4.500 Berufspendler auf der Insel vieles nicht läuft. Bereits am Freitag musste die Gemeinde Sylt Kindergartenkinder nach Hause schicken, konnte der Schulbetrieb nicht ordnungsgemäß begonnen und im Schichtdienst arbeitende Pflegekräfte nicht abgelöst werden, weil die Beschäftigten nicht zur Arbeit kommen konnten.

Geschäfte konnten nicht öffnen und viele vereinbarte Dienstleistungen im öffentlichen, sozialen und privatem Bereich fielen wegen Personalmangels schlicht aus. Ein Leben in geregelten Bahnen ist seit Monaten für unsere Berufspendler und uns Einwohner nur schwer möglich, verbunden mit wachsendem Unmut und einem Gefühl der Hilfslosigkeit. Hier trifft uns die fast ausschließliche Abhängigkeit der Insel Sylt von nur einem Verkehrsmittel besonders extrem.


Umso unverständlicher ist es für uns, dass trotz bundesweit zur Verfügung stehender Triebund Reisezugwagen es nicht möglich ist, wenigstens seit Montag, alle Berufspendler vom Festland aus menschenwürdig auf die Insel zu befördern. Selbstverständlich muss dies auch abends im Feierabendverkehr gewährleistet werden.

Hierzu bedarf es verlässlicher Bahnverbindungen mit ausreichender Transportkapazität. Unsere Pendlerinnen und Pendler zahlen nicht nur gutes Geld für Ihre Monats- und Jahreskarten, Sie haben deshalb aber auch Anspruch auf einen sicheren und menschenwürdigen Transfer.

Die Reisenden ertragen derzeit unzumutbare Zustände – der Fachkräftemangel ist auch durch diese – derzeit noch verschärfte Situation – mehr als nachvollziehbar. Sie verantworten, dass die Lebensader der Insel Sylt geschädigt wird und verantworten auch den Schaden für die gesamte Region.

Wir fordern für unsere Pendlerinnen und Pendler schlicht: verlässliche Bahnverbindungen mit ausreichender/bedarfsgerechter Transportkapazität. Beschaffen Sie bitte umgehend, nein sofort, mehr Trieb- und Reisezugwagen für den lebensnotwendigen Transfer in unserer Region.

 

Unterzeichnet ist das Schreiben von:

Nikolas Häckel Bürgermeister Gemeinde Sylt
Peter Schnittgard Bürgervorsteher Gemeinde Sylt
Rolf Speth Amtsvorsteher Amt Landschaft Sylt
Wilfried Bockholt Bürgermeister Stadt Niebüll

 

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