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Gut investiert in die Sylter Natur

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Erfolgreicher Abschluss der Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen auf Sylt

In der letzten Woche wurden die sogenannten Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen (S+E) in der Natur, die durch die Untere Naturschutzbehörde vom Kreis Nordfriesland (UNB) koordiniert werden, für den Förderzeitraum 2014/2015 abgeschlossen. Auf Sylt wurden die verschiedenen Projekte durch die Naturschutzgemeinschaft Sylt und die Söl‘ring Foriining betreut.

Beiden Vereinen ist es mit Hilfe der UNB gelungen, in diesem Förderzeitraum 50% der Fördermittel für Nordfriesland nach Sylt zu lotsen, immerhin knapp 80.000 Euro. S+E Mittel werden jährlich durch das Land Schleswig-Holstein begrenzt zur Verfügung gestellt und in einem Auswahlverfahren landesweit fachlich wichtige Naturerhaltungsprojekte gefördert. Dabei spielt es keine Rolle ob Flächen unter Naturschutz stehen oder die Flächen sich in privatem oder öffentlichem Eigentum befinden. Auf Sylt sind mit diesen Geldern mehrere Maßnahmen umgesetzt worden. In Braderup wurde eine Heidefläche (wie berichtet) zur Verjüngung der Heide abgebrannt. In List sind in einem Bereich, der noch fast frei von der eingeschleppten Kamtschatkarose („Syltrose“ Rosa rugosa) ist, diese auf mehreren hundert Metern entfernt worden. In Kampen sind zwei Heideflächen in Ortsrandlage entkusselt, also von Strauchbewuchs befreit, worden. Im Klappholttal wurde die Maßnahme aus dem Vorjahr weitergeführt. Heide wurde von Kiefernbewuchs befreit und der Waldrand hergestellt. Aus Kampen kommend eröffnet sich nun bereits wieder ein Landschaftsbild, wie es zuletzt in den 70er Jahren bestanden hatte. Im Naturschutzgebiet Morsum Kliff wurde schließlich eine überalterte Heidefläche geplaggt. Es wurde also der gesamte Oberboden samt Bewuchs entfernt, so dass die im Boden ruhenden Heidesamen auf dem mageren Boden neu keimen können.

Heidebrennen SyltZiel ist der Erhalt von Heideflächen, eine Kulturlandschaft, die durch ihre Einzigartigkeit und große Artenvielfalt besticht, leider aber ohne Eingriffe verschwinden würde. Für welche Pflegemaßnahme man sich in den Schutzgebieten entschieden hat, ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie Alter der Vegetation, Topographie, Lage und Versorgung mit Wasser und Nährstoffen. Dabei wird auch darauf geachtet, dass der Natur mit ihren vielen Tier-und Pflanzenarten die Möglichkeit gegeben wird, sich die bearbeiteten Flächen wieder zurück zu erobern. So ergeben sich keine einheitlichen Strukturen auf einer zusammenhängenden Heidefläche, sondern Vielfalt. 50 % der landesweiten Heideflächen befinden sich auf Sylt. Die Naturschutzgemeinschaft Sylt und die Söl’ring Foriining finden, dass es sich lohnt, diese wertvollen Naturflächen zu pflegen und zu erhalten. Erklärtes Ziel beider Vereine ist es, die S+E Maßnahmen im Winter 2015/2016 weiterzuführen.

 

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